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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2015
»Der Papst muss liefern«
Publik-Forum-Streitgespräch über Reformen in der katholischen Kirche
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Antoine Audo, Oberhaupt der chaldäischen Kirche in Syrien, hält es für unmöglich, den Konflikt in seinem Land auf militärische Weise zu lösen. »Daran wird auch das verstärkte Engagement Russlands nichts ändern.« Das Wichtigste sei, die Waffenlieferungen an die Konfliktparteien einzustellen und eine Übergangslösung für Syriens Staatschef Baschar al-Assad zu finden. Erst dann könne es eine »Lösung mit Sunniten, Alawiten und den verschiedenen Konfessionen geben«. Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill, hat dagegen das militärische Eingreifen Moskaus als einen Schritt Richtung Frieden gewürdigt. Es sei »eine verantwortliche Entscheidung zur Verteidigung der syrischen Bevölkerung«.

Angela Hornberg, Volkswirtin und Personalberaterin, hat die Unternehmenskultur beim Autokonzern VW als »männlich-militärisch« charakterisiert. In diesem von Angst und unrealistischen Zielvorgaben geprägten Klima sei es nicht verwunderlich, dass Lug und Betrug gedeihen, schreibt sie in der »Frankfurter Rundschau«. Um einen echten Systemwechsel zu erreichen, müssten auch Frauen in die Führungsriege aufsteigen können. »Im zehnköpfigen VW-Vorstand wäre Platz für mehr als eine Frau. Oder ist das System noch nicht kaputt genug, damit die ›Trümmerfrauen‹ den Schutt wegräumen und ein neues Wirtschaftswunder ermöglichen dürfen?«

Hubert Weinzierl, einer der Gründer und langjähriger Vorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat seine Kritik an Windrädern erneuert. Deren Bau zerstöre die Harmonie der Natur, aus der die Menschen Kraft und Frieden schöpfen. Besser sei es, Energie zu sparen.

Michel Constantin, Direktor der päpstlichen Mission in Beirut, hat den reichen Golfstaaten vorgeworfen, sich zu wenig um die notleidenden Flüchtlinge in ihren Nachbarländern zu kümmern. Die Golf-Länder »besitzen mehr Landfläche, es gibt unermessliche Geldquellen und viele Arbeitsplätze«. Statt eigens Arbeitskräfte aus Indien oder Bangladesch anzuwerben, könnten sie ebenso gut Men

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