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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2014
Revolutionäre, wo seid ihr geblieben?
Der Herbst 1989 und sein Erbe
Der Inhalt:

Revolutionäre, wo seid ihr geblieben?

von Friedrich Schorlemmer vom 10.10.2014
Die Erinnerung an den Herbst 1989 verträgt keine Anbetung. Wir waren keine Helden, wir hatten Angst. Dass aus dieser Angst eine Revolution werden konnte, ist die Geschichte, die es zu erzählen lohnt. Denn heute brauchen wir sie wieder so dringend: Revolutionäre für die Demokratie
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Die älter werdende Generation steht stets in der Gefahr, den Jüngeren ein mäkliges »So nicht!« zuzurufen und sie mit der Keule eigener Lebenserfahrung zu traktieren. Wer den Kindern und Enkeln vorwirft, was sie nicht tun, aber dringend tun müssten, nimmt wohl seine eigene Sicht auf die Welt zu wichtig. Ich frage mich oft: Was heißt das für das Erbe der Friedlichen Revolution? Die »Generation ’89« muss sich davor hüten, nachfolgenden Generationen immer wieder dieselben Heldengeschichten vom mutigen Aufbruch und den Schrecken der Stasi zu erzählen. Stattdessen wäre es nötig, ehrlich zu sagen, wie oft wir resigniert waren, wie oft wir schwiegen, wo wir hätten reden sollen. Und wie sehr uns die Angst trieb, unangenehme Konsequenzen tragen zu müssen und zugleich nichts zu erreichen. Außerdem bewegte uns die Perspektive »Abha