Muslime sagen Nein zur Terror-Miliz
Der Weltkirchenrat (ÖRK) hat es begrüßt, dass über 120 muslimische Gelehrte aus mehr als vierzig Ländern den Missbrauch der Religion durch die Terror-Milizen des »Islamischen Staates« (IS) mit deutlichen Worten verurteilt haben. Diese Erklärung unterstütze jene Vertreter des Islams, die sich für ein friedliches Zusammenleben von Menschen aller Religionen einsetzen, sagte ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit. In einem offenen Brief an den IS-Führer Abu Bakr Al-Baghdadi und dessen Anhänger schreiben die Gelehrten, der IS stehe in eklatantem Widerspruch zu den Lehren des Korans. Mord, Folter und Misshandlung Unschuldiger und Andersgläubiger seien im Islam verboten, die Ausrufung eines Kalifats unzulässig. In dem Dokument werden die Lehren des IS Punkt für Punkt widerlegt, unter Hinweis auf genau jene islamischen Quellen, die auch vom IS benutzt werden, um Anhänger zu gewinnen. Zu den Unterzeichnern gehören der ägyptische Großmufti und Vertreter der Al- Azhar-Universität Kairo sowie der jordanische Prinz Ghazi bin Muhammad.
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