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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2013
Gehätschelt und doch betrogen?
Familien in Deutschland
Der Inhalt:

Schlechtes Klima für Gerechtigkeit

von Klaus Heidel vom 11.10.2013
Die Erderwärmung ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts. Doch die kirchlichen Verbände schlafen. Unerhört, meint Klaus Heidel. Letzter Teil der Publik-Forum-Serie Aktion Sozialwort 2013

Die beiden großen Kirchen arbeiten an einem neuen Sozialwort, sie nennen es »Sozialinitiative«. Allerdings wird das Papier ohne Beteiligung der Basis geschrieben. Publik-Forum bietet in seiner »Aktion Sozialwort 2013« ein Forum für Verbände, Basisorganisationen und Einzelne, die Wege zu einer gerechten und nachhaltigen Gesellschaft weisen. Die bisher erschienenen Beiträge finden Sie auf www.publik-forum.de

Angela Merkels Versuch, die Herausforderungen der Zeit auf machbare Dimensionen kleinzureden, hat zwar mehr als zwei Fünftel der Wählerinnen und Wähler überzeugt – doch mehr als zwei Fünftel trauten dem Versprechen, alles in den Griff bekommen zu können (»Sie kennen mich«), nicht und wählten Parteien, die (mehr oder weniger) die Krisen unserer Zeit thematisierten.

Das diffuse Gefühl, dass »es« so nicht weitergehen kann, ist aktuell weit verbreitet, wobei allerdings unklar bleibt, was mit »so« gemeint sein könnte. Ein Blick auf die globalen Krisen in Zeiten des Klimawandels schärft da die Wahrnehmung. Denn sichtbar wird, dass eine nicht ausreichend gebremste globale Erwärmung die soziale Frage des 21. Jahrhunderts ist. Zwar gibt es gute Gründe für den (wissenschaftlich und politisch) auszutragenden Streit, was denn unter »nicht ausreichend« zu verstehen sei, Einigkeit besteht aber in der Einschätzung, dass eine globale Erwärmung um vier Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts katastrophale Folgen hätte:

Dann könnten Schreckensvisionen von 50 bis 250 Millionen Klimaflüchtlingen Wirklichkeit werden. Sie blieben weit überwiegend in ihren Ländern oder zumindest in ihrer Region. Ihre Flucht würde dennoch soziale, kulturelle und religiöse Spannungen verschärfen. Eine Zunahme gewaltförmiger binnen- und zwischenstaatlicher Konflikte wäre die Folge.

Schon kaufen Länder wie China in anderen Weltgegenden Land auf – auch um die Ernährung der eigenen Bevölkerung (bedroht durch die Ausbreitung von Wüsten als eine Folge des Klimawandels) zu sichern.

Doch nicht nur der Blick auf Entwicklungs- und Schwellenländer zeigt: Der Klimawandel ist die zentrale soziale Herausforderung unserer Zeit. Der Streit um die Energiewende und ihre angebliche Mitschuld an der Zunahme von Energiearmut gi

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