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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2013
Gehätschelt und doch betrogen?
Familien in Deutschland
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 11.10.2013

Vitalmiro Bastos de Moura, brasilianischer Farmer, ist zum dritten Mal zu dreißig Jahren Haft wegen Mordes an der Ordensschwester Dorothy Stang im Jahr 2005 verurteilt worden. Ein Geschworenengericht befand ihn für schuldig, Auftraggeber des Mordes gewesen zu sein. Die 73-jährige Missionarin war damals von einem Auftragskiller erschossen worden, weil sie sich für Kleinbauern und Landlose eingesetzt hatte, die von Großfarmern von ihrem Land vertrieben wurden. Der Prozess gegen Bastos de Moura musste erneut aufgerollt werden, weil das Oberste Gericht ein früheres Urteil mit der Begründung aufgehoben hatte, der Farmer habe keine faire Chance auf Verteidigung gehabt.

Hans Küng, katholischer Theologe in Tübingen, ist mit seiner Ankündigung im dritten Band seiner »Erinnerungen« (siehe Seite 56), möglicherweise in der Schweiz Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen, auf Kritik gestoßen. Der Pressesprecher des Bistums Rottenburg-Stuttgart, Uwe Renz, erklärte dazu: »Herr Küng spricht für sich selbst, nicht für die Kirche.« Die katholische Kirche verurteile niemanden, der diesen Schritt gehe. Doch sei es besser, wenn Menschen in der letzten Phase ihres Lebens palliativ begleitet würden. Es sei Konsens in den christlichen Kirchen, dass man weder anderen noch sich selbst das Leben nehmen dürfe. Küng berichtet in seinem Buch von seiner Parkinsonerkrankung und dem schleichenden Verlust des Augenlichts. Er denke darüber nach, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen, weil er nicht als Schatten seiner selbst weiter existieren wolle, schreibt Küng.

Andrea Röpke, freie Journalistin und Expertin für Rechtsextremismus, hat bei der Staatsanwaltschaft Hannover Anzeige wegen des Verdachts der Urkundenunterdrückung erstattet. Wie ihr Anwalt mitteilte, reagiere sie damit auf die Vernichtung der über sie angelegten Akte beim niedersächsischen Verfassungsschutz. Deren Inhalt und damit das Ausmaß der Überwachung seien ihr zuvor nicht mitgeteilt worden. In mindestens sieben Fällen waren Personendaten von Journalisten vom Verfassungsschutz in unzulässiger Weise gespeichert worden. Auch über Röpke wurden sechs Jahre lang Informationen gesammelt. Nach dem Eingang eines Auskunftbegehrens Anfang 2012 wurden die Unterlagen jedoch gelöscht. Die Journalistin sei über die Tatsache der Überwachung belogen wor

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