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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2012
Wenn es den Himmel gäbe
Gott in der Literatur der Gegenwart
Der Inhalt:

»Verlorene Jahre«

Was bedeutet es, wenn der Bundestag die Frauenquote kippt? Fragen an die CDU-Abgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker

? Der Bundesrat hat für eine gesetzlich verankerte Frauenquote gestimmt, im Bundestag steht eine Entscheidung noch aus. Warum treten Sie in der CDU für die Quote ein?

! Ich bin für die fixierte Quote für Aufsichtsräte der börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen, weil ich darin ein Instrument sehe, Frauen gerechtere Zugangschancen zu diesen Positionen zu verschaffen. Das ist ein Aspekt der Aufgabe, mehr Einkommensgerechtigkeit von Frauen und Männern zu erreichen.

? Die Gegner höhnen: Ohne Quote schaffen es Frauen nicht in Spitzenpositionen! Warum sehen Sie das anders?

!Die Quote ist natürlich kein beliebtes Mittel, aber ich sehe, dass Freiwilligkeit sich nicht bewährt hat. Deshalb ist jetzt Verbindlichkeit das Mittel der Wahl. Mir würde eine Quote von dreißig Prozent allerdings reichen. Der Rest ist dann ein Selbstläufer. Die Zeit drängt. Wir können Frauen, die heute für Führungspositionen qualifiziert sind, nicht sagen: Ihr habt leider keine Chance, erst eure Töchter werden es besser haben!

? Werden es die Töchter denn besser haben?

! Ja. Die Vereinbarkeit von Familie und Karriere ist schon besser geworden, und Frauen in hohen Positionen sind sichtbarer und damit selbstverständlicher.

? Stellen Sie sich die Arbeit als Frau im Vorstand eines DAX-Unternehmens reizvoll vor?

! Noch ist das schwierig. Die einzelnen Frauen sind Exotinnen und stehen dauernd unter Beobachtung. Auch deshalb wäre es ja gut,