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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2012
Wenn es den Himmel gäbe
Gott in der Literatur der Gegenwart
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Salman Rushdie, indisch-britischer Schriftsteller, hat die Entschuldigung für sein Buch »Die satanischen Verse« als »das Dümmste« bezeichnet, »was ich tun konnte«. »Ich musste über mich selbst kotzen«, erklärte Rushdie anlässlich der Vorstellung seines neuen Buches »Joseph Anton«, das seine Jahre nach der Fatwa gegen ihn schildert. Im Jahr 1989 hatte der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini zur Tötung Rushdies wegen angeblicher Gotteslästerung aufgerufen. Heute könne er sagen, so Rushdie, dass es ihm wert gewesen sei, für sein Buch sein Leben zu riskieren. Er sei gestärkt aus dieser Zeit hervorgegangen.

Richard Schröder,evangelischer Theologe und früherer SPD-Politiker, hat dem Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, Roland Jahn, »erschütternde Ahnungslosigkeit« vorgeworfen. Jahn hatte der Kirche in einem Interview keine große Bedeutung bei der Friedlichen Revolution in der DDR 1989 zugebilligt. Schröder hielt dem entgegen, »Kerzen und Gebete« hätten »tatsächlich eine entscheidende Rolle für die Herbstrevolution« gespielt. Auch habe die Kirche »einen gewissen Ersatz für fehlende Öffentlichkeit« in der DDR bieten können. Vor einer Überschätzung der Rolle der Kirche warnte der frühere Magdeburger BischopfAxel Noack. Die DDR sei auch an den Menschen zerbrochen, die weggegangen seien, und an den Reformen in der früheren Sowjetunion durch die Perestroika des damaligen Staats- und Parteichefs Michail Gorbatschow.

Renate Jost, feministische Theologin an der