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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2012
Wenn es den Himmel gäbe
Gott in der Literatur der Gegenwart
Der Inhalt:

Ein Konzil wird fünfzig

Zum Dossier: »Verloren im Vatikan« (17/12)

Warum stehen wir Christen in einer Glaubenskrise? Weil der Vatikan meint, seinen Gläubigen vorschreiben zu dürfen, was sie glauben müssen. Jeder Theologe sollte wissen, dass alle Glaubensdogmen durch Mehrheitsbeschlüsse in den Konzilien entstanden sind. Nie haben alle Konzilsväter ein Dogma einstimmig anerkannt. Darf einem Menschen vorgeschrieben werden, was er glauben muss? Das war und ist der Hauptfehler des Vatikans.

Richard Steinhauser, Sigmarszell

Dies ist ein wichtiges Dossier zum Thema Reformkonzil, das bemerkenswerte Informationen zu Konzilsbeschlüssen und -themen enthält! Leider ist dabei aber ein Thema zu kurz gekommen: »Frauen beim (und vor dem) Zweiten Vatikanischen Konzil«. Die wenigen Sätze, die dazu in dem sonst lesenswerten Artikel der Theologin Mendonca stehen, sind wirklich nicht ausreichend. Zu diesem Thema hätten unter anderem auch die letzten noch lebenden Zeitzeuginnen des Konzils befragt werden können! Unter der »Literatur zum Konzil« sucht frau/man auch vergebens den Hinweis auf das von Gertrud Heinzelmann herausgegebene Buch: »Wir schweigen nicht länger! Frauen äußern sich zum II. Vatikanischen Konzil«. Es enthält mehrere, noch immer aktuelle Konzils-Eingaben von Frauen.

Ida Raming,Dr. theol. (Priesterinnenbewegung RCWP-international, deutsche Sektion)

Immer wieder spricht Hans Küng herablassend von »Jubelkatholiken« und »denjenigen, die zu einem Papst-Event aus lauter Neugierde kommen«. Ich habe 2011 eine Fahrt zum Weltjugendtag mit 150 Jugendlichen geleitet. Keinen Einzigen dieser 150 würde ich als »Jubelkatholiken« bezeichnen, kein Einziger war oder ist Mitglied einer der »konservativen« geistlichen Gemeinschaften. Also dann nur »lauter Neugierige«? Nein! Kritische Jugendliche, die etwas im Glauben suchen und vom Glauben erwarten! Manche mussten sich sogar rechtfertigen, zu so einem »Kirchenspektakel« zu fahren. Trotz vieler, vieler Pannen erlebten die Jugendlichen dann eine Gemeinschaft von über einer Million betender Jugendlicher, sie sprachen mit völlig Fremden über ihren Glauben. Sie erlebten Internationalität und Solidarität. Und sie staunten über den alten Papst, der bescheiden auftrat und es trotz seines hohen Alters bei ihnen im nächtl

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