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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2009
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Lehren aus einer Wahl, die für viele keine war
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 09.10.2009

Richard Williamson,britischer Traditionalistenbischof, erhält wegen seiner Leugnung des Holocaust voraussichtlich keine Freiheitsstrafe. Er könne zwar wegen Volksverhetzung mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren verurteilt werden, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt in Regensburg, Günther Ruckdäschel in einem schwedischen Fernsehsender. Doch eine Auslieferung aus Großbritannien komme »überhaupt nicht in Betracht«, da eine solche Maßnahme angesichts des zu erwartenden niedrigen Strafmaßes unverhältnismäßig wäre. Die Regensburger Staatsanwaltschaft hatte im Januar das Ermittlungsverfahren gegen Williamson wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet.

Dario Castrillon Hoyos,Alt-Kurienkardinal und bis vor Kurzem für die Traditionalisten zuständig, wies Berichte zurück, er und seine Vatikan-Kommission Ecclesia Dei hätten vorab von der Holocaust-Leugnung des Traditionalistenbischofs Richard Williamson gewusst. Er habe erst am 5. Februar davon erfahren, also zwölf Tage nach der Aufhebung der Exkommunikation der Traditionalistenbischöfe durch Papst Benedikt XVI. Alles andere sei »Verleumdung«, erklärte der Kolumbianer. Demgegenüber sagte Maria Hesselgren, Sprecherin des katholischen Bistums Stockholm, man habe den Nuntius, Erzbischof Emil Paul Tscherrig, bereits Ende November 2008 über das den Holocaust leugnende Interview Williamsons im schwedischen Fernsehen informiert. Der Nuntius habe diese Information sofort nach Rom weitergeleitet.

Inge Jens, Literaturwissenschaftlerin, will nicht alle medizinischen Möglichkeiten ausschöpfen, falls sich der Gesundheitszustand ihres an Demenz erkrankten Mannes Walter Jens (86) verschlechtert. »Ich bin im Augenblick entschlossen, keine Magensonde zuzulassen«, erklärte die 82-Jährige in der ARD. »Jede Form von Qual nehmen, ja – aber keine künstliche Lebensverlängerung.« Sie wolle »dem lieben Gott nicht ins Handwerk pfuschen«. Der frühere Rhetorik-Professor selbst hatte vor Jahren in dem mit dem Theologen Hans Küng geschriebenen Buch »Menschenwürdig sterben« für die aktive Sterbehilfe in A

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