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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2009
Aufbrechen.
Lehren aus einer Wahl, die für viele keine war
Der Inhalt:

Alexandraistweitweg

von Elisabeth Wellershaus vom 09.10.2009
Die Bewohnerinnen in den Hostels in Johannesburg leben unter menschenunwürdigen Bedingungen, doch sie wollen dort bleiben, denn draußen in den Townships lauert die größere Gewalt

Es raschelt und knistert. Dann huscht ein grauer Schatten vorbei. Mit der Kamera im Anschlag schleicht Davina Jogi sich an eine Mülltonne heran. »Drei sind noch drin«, flüstert sie und drückt auf den Auslöser. Ein paar Mal hört man das mechanische Klicken. Dann flüchten die restlichen Ratten in den Korridor.

Am Ende des Ganges blitzt Sonnenlicht durch einen schmalen Spalt. In dem Durchgang, der auf einen spärlich begrünten Hof führt, stapelt sich der Müll. Bunte Plastiktüten, aus denen Essensreste und allerlei Unrat quellen, leuchten mit der Kleidung an den Wäscheleinen um die Wette. Im lauen Sommerwind schaukeln Röcke und Hemden über den Köpfen von drei schläfrigen alten Damen. Wieder hebt Davina Jogi die Kamera. Und drückt ab.

Mitte des vergangenen Jahres begann die F