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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2020
Selbstbestimmt sterben
Sterbefasten – was es für alte Menschen und deren Angehörige bedeutet
Der Inhalt:

Raus aus der Sackgasse

von Wolfgang Kessler vom 25.09.2020
Stichwort: Wirtschaftlicher Aufbruch – aber wohin?

Daniel Goeudevert
Sackgasse
Wie Wirtschaft und Politik
den Wandel verschlafen
Dumont. 270 Seiten. 20 €

Sven Afhüppe/Thomas Sigmund (Hg.)
Europa kann es besser
Herder. 240 Seiten. 20 €

Philipp Staab
Digitaler Kapitalismus
Edition Suhrkamp. 345 Seiten. 18 €

Eric A. Posner/E. Glen Weyl
Wir sind der Markt!
Radikale Utopien für das
digitale Zeitalter
Wbg Theiss. 320 Seiten. 24 €

Emmanuel Saez/
Gabriel Zucman
Der Triumph
der Ungerechtigkeit
Suhrkamp. 284 Seiten. 22 €

Christian Felber
This is not economy
Aufruf zur Revolution der Wirtschaftswissenschaft
Deuticke. 304 Seiten. 22 €

Immerhin: Buchautoren sprechen die immensen wirtschaftlichen Probleme unserer Zeit offen an, und manche suchen auch Lösungen und Auswege.

»Wirtschaftsbosse und Politiker ignorieren noch immer, dass das Industriezeitalter, das uns zu ungeahntem Reichtum geführt hat, zu Ende geht«, schreibt der ehemalige Topmanager Daniel Goeudevert in seinem Buch »Sackgasse«. Doch so radikal dies auch klingt, so zaghaft äußert Goeudevert mögliche Alternativen. Eher beiläufig spricht er von einem Grundeinkommen für alle. Am Ende setzt er auf Entschleunigung und auf eine digitale Sharing-Gesellschaft, in der teure Industriegüter wie Autos nicht mehr im Privatbesitz sind, sondern geliehen und geteilt werden. Das wäre eine Revolution, die mehr verdient als einige Nebensätze.

Sven Afhüppe und Thomas Sigmund, die Herausgeber des Buches »Europa kann es besser« haben dieses Problem nicht. Sie versammeln in ihrem Band Topmanager, die alle das gleiche Ziel haben: Sie wollen eine wirtschaftliche Renaissance Europas in der Konkurrenz mit den USA und mit China. Ihre Vorschläge reichen von einem gemeinsamen Bahnnetz über die Reform der europäischen Kapitalmärkte bis hin zu »Vereinigten Digitalstaaten Europas«. Allerdings stellt sich die Frage: Wo bleibt die Einzigartigkeit Europas, wenn die EU vor allem den Konkurrenten USA und China nachläuft?

Dann haben alle Länder jenen »digitalen Kapitalismus«, den Philipp

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