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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2020
Selbstbestimmt sterben
Sterbefasten – was es für alte Menschen und deren Angehörige bedeutet
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 25.09.2020

Corona demaskiert

Zu: »Beziehungskrise« (16/20, Seite 44-45)

Corona gibt neue zwischenmenschliche Spielregeln vor: sich nur noch mit Maske begegnen, zu Hause bleiben und auf die Distanz achten. Doch die körperliche Nähe mit gegenseitiger Berührung gibt emotionale Sicherheit und Vertrauen. Eine Umarmung zur Begrüßung und Händchen halten beim gemeinsamen Spaziergang sind Krisen-Killer. Ich denke: Eine Beziehungskrise gab und gibt es auch ohne Corona-Virus. Corona ist nicht ihre Ursache, sondern symptomatisch für eine Ellenbogen-Gesellschaft, in der sich jeder selbst der Erste ist. Thomas Bartsch-Hauschild, Hamburg

Mir zeigt Corona eine Demaskierung unserer realen Gesellschaftswerte: Egozentrik, Rücksichtslosigkeit, Gier, Untrainiertheit im Verzicht. Das sage ich in voller Anerkennung Ihrer Artikel und unseres Sozialwesens nebst ehrenamtlicher Tätigkeiten. Das Hauptproblem: Die globale Wirtschaft hat sich von jeglicher Gemeinwohlökonomie getrennt zulasten der überforderten Realwirtschaft. Lösungen gibt es, aber die werden beim »Vollkaskokonsumenten« nicht wahrgenommen. Hans-Jürgen Ehlers, Rosenheim

Kirche macht glücklich

Zu: »Kirchengemeinde ade?« (16/20, Seite 8)

Vor circa zehn Jahren zogen mein Partner und ich – er aus Berlin, ich aus München kommend – nach Garmisch-Partenkirchen. Kirchenmusiker mein Partner und ich Schulleiterin und Religionspädagogin, waren wir beruflich und ehrenamtlich mit je unseren evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden in Berlin wie München verbunden gewesen. Insoweit war es naheliegend, dass die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Garmisch-Partenkirchen erste »Anlaufstelle« für uns war. Dort lernten wir unsere Freunde kennen, knüpften Verbindungen zu kulturellen und gesellschaftspolitisch relevanten Kreisen, Vereinen, lernten wir Möglichkeiten unseres eigenen Engagements kennen. Inzwischen bin ich über meine Gemeinde zur Garmischerin geworden, und als meine Kinder mich nach dem Tod meines Partners fragten, ob ich nicht wieder lieber in ihre Nähe nach München ziehen wollte, lehnte ich überzeugt ab. Aus die

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