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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2020
Selbstbestimmt sterben
Sterbefasten – was es für alte Menschen und deren Angehörige bedeutet
Der Inhalt:

»Es gibt noch Hoffnung«

von Ulrike Scheffer vom 25.09.2020
Michael Hohenadler will den Kampf gegen die Klimakrise stärker in die Politik tragen – mit einer neuen Partei
Wollen ins Berliner Abgeordnetenhaus: Gründungsparteitag der neuen Partei radikal:klima im August in Berlin (Foto: RADIKAL:KLima/Stefan Müller)
Wollen ins Berliner Abgeordnetenhaus: Gründungsparteitag der neuen Partei radikal:klima im August in Berlin (Foto: RADIKAL:KLima/Stefan Müller)

Mir ist irgendwann klar geworden, dass man als Aktivist einfach an Grenzen stößt. Verändern kann man nur etwas, wenn man selbst Politik macht. Deshalb habe ich im vergangenen Jahr gemeinsam mit einigen Leuten, die ähnlich frustriert waren wie ich, die Partei radikal:klima gegründet. Im nächsten Jahr wollen wir in Berlin bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus antreten. Wie der Name schon sagt, setzen wir uns für eine radikale, man könnte auch sagen für eine konsequente Klimapolitik ein.

Ich bin Biologe und beschäftige mich schon lange mit dem Klimawandel. Das Thema begleitet mich seit dem Studium. Seither ist aber kaum etwas geschehen. Die Warnungen der Wissenschaft werden von der Politik weitgehend ignoriert. Wir steuern mit offenen Augen auf die Katastrophe zu. Das möchte ich nicht einfach hinnehmen, denn ich weiß, dass wir diese Katastrophe deutlich abmildern können, wenn wir jetzt endlich handeln. Es gibt noch Hoffnung. Das treibt mich an. Wenn ich keine Hoffnung mehr hätte, würde ich nicht fast meine komplette Freizeit für den Kampf gegen den Klimawandel opfern. Natürlich habe ich mich auch an den Protesten von Fridays for Future beteiligt. Doch was nutzt es, wenn man mit 250 000 anderen Menschen vor dem Brandenburger Tor steht, aber die Politik einfach nichtreagiert? In Berlin haben wir eine rot-rot-grüne Regierung, doch selbst die ist klimapolitisch bisher kaum über Lippenbekenntnisse hinausgekommen.

Viele fragen uns, warum wir nicht bei den Grünen mitmachen und dort einen radikalen Flügel gründen. Das haben wir uns tatsächlich überlegt. Als früheres Grünen-Mitglied kenne ich die Partei aber ganz gut. Ich sehe wenig Chancen, in der festge

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