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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2020
Selbstbestimmt sterben
Sterbefasten – was es für alte Menschen und deren Angehörige bedeutet
Der Inhalt:

Klänge der Hoffnung in Leipzig

von Markus Dobstadt vom 25.09.2020
Vorgespräch: Der Musiker Tilmann Löser über das Benefizkonzert eines Ensembles, in dem Geflüchtete und Deutsche spielen

Publik-Forum: Herr Löser, Sie organisieren das Konzert »Klänge der Hoffnung – gegen das Sterben im Mittelmeer«. Was erwartet die Besucher in der Leipziger Nikolaikirche?

Tilmann Löser: Ein Konzert mit Musik vieler Stilrichtungen. Wir fangen mit Bach »Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ« an. Es folgen ein ägyptisches und ein persisches Lied. Eine Sängerin aus Simbabwe singt ein eigenes Stück auf Englisch. »Klänge der Hoffnung« ist ein Ensemble, in dem Musiker aus fünf Ländern, auch Geflüchtete aus Syrien und dem Iran, seit drei Jahren zusammenspielen.

Thematisieren Sie auch »Flucht«?

Löser: Ja, der Sänger Sebastian Krumbiegel von den Prinzen hat einen Solauftritt. Er unterstützt den Verein Mission Lifeline, der mehr als tausend Flüchtlinge im Mittelmeer geborgen hat und gerade ein neues Schiff ausrüstet. Dabei möchten wir helfen. Wir bitten um Spenden für den Verein, das Konzert kostet keinen Eintritt.

Europäische, arabische, afrikanische und persische Klänge – das hört man selten in einem einzigen Konzert.

Löser: Das Schöne an der Musik ist, dass sie eine Weltsprache ist, die jeder versteht. Am Anfang greifen wir die Trauer und die Wut vieler Menschen auf angesichts der dramatischen Situation vieler Flüchtlinge, etwa auf Lesbos. Mit einem fröhlichen Abschluss zeigen wir, wie wunderbar es sein kann, wenn der Austausch der Kulturen gelingt.

Dafür ist Musik ideal?

Löser: Das finde ich schon, weil Musik auch ohne Sprache wirkt und ein Gemeinschaftsgefühl schaffen kann. Musik kann ins Herz gehen, deutlicher als Worte.

Geht das, ein großes Konzert trotz Corona?

Löser: Es dürfen bis zu 250 Besucher kommen, sie brauchen sich nicht anzumelden, müssen aber ihre Daten hinterlassen und Masken tragen, bis sie an ihrem Platz sind.

Warum heißt Ihr Ensemble »Klänge der Hoffnung«?

Löser: Wir wollen vermitteln, dass das Zusammenleben verschiedener Kulturen in Deutschland gelingen kann. Musik ist dafür ein ausgezeichnetes Symbol. Das Ensemble ist Teil eines Projektes der

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