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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2019
Vision einer neuen Kirche
Von Maria 2.0 zur ersten Päpstin
Der Inhalt:

Theologisch redlich diskutieren

vom 20.09.2019
PFplus

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Manche meinen, dass die Diskussion um Frau und Amt in der katholischen Kirche bloß ein Reflex auf eine gesellschaftspolitische Entwicklung sei oder dass es um die Selbstermächtigung von Frauen gehe. Entscheidend ist aber die theologische Frage: Was will Gott mit seiner Kirche? Und wie können wir seinen Willen erkennen? Mein Anliegen ist eine redliche theologische Diskussion darüber. Die Bezeichnung »Apostel« wird in der Bibel nicht nur für die Zwölf gebraucht, die beim Abendmahl dabei waren, sondern orientiert sich an der Osterzeugenschaft. Paulus wird als Apostel bezeichnet und auch Maria von Magdala. Es gab und gibt hochbegabte, charismatisch bewegte Frauen, die tun, was einem Apostel entspricht: glaubwürdig das Evangelium in die Welt tragen. Die vermeintliche Ähnlichkeit zwischen dem Mann Jesus und dem männlichen Priester ist eine nachgeordnete Argumentation. Wenn Frauen sakramentale Ämter bekleiden könnten, würde im Erscheinungsbild der Kirche deutlicher, dass wir schöpfungs- und tauftheologisch eine Gemeinschaft von Frauen und Männern sind, die die gleiche Würde in Christus haben. Frauen sind nicht automatisch die besseren Amtsträger, aber ein Bewerberkreis aus Männern und Frauen würde ermöglichen, strenger zu prüfen und sich stärker an den Charismen zu orientieren: Wer ist kommunikationsfähig? Wer kann zuhören? Wer geht zu den Menschen? Wer ist bereit, sich selbstkritisch prüfen zu lassen? Die Frauenfrage ist so zentral, dass sie nur weltkirchlich entschieden werden kann. Aber wir hoffen, dass wir einen geistlichen Prozess anstoßen können, der von gegenseitigem Vertrauen geprägt ist. Der Zeitpunkt dafür ist gekommen.

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