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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2016
Ein letztes Fest?
Der Protestantismus feiert die Reformation
Der Inhalt:

Saxofon mit süffigem Sound

CD-Tipp. Jazz kann ungeheuer nerven, wenn er zu verkopft daherkommt. In seinen besten Momenten jedoch lässt er spüren, wie schwerelos sich alles im Leben ineinanderfügen kann. Genau darin liegt das große Talent von Arno Haas.

Der Saxofonist stammt aus einem Dorf im Schwarzwald, der Vater war Musiklehrer. Als der junge Arno nach Jahren, in denen er nur eine Melodica besaß, dann endlich zu Weihnachten sein erstes Saxofon bekam, stellte er den Instrumentenkoffer jede Nacht neben sein Bett. Der Deckel musste offen bleiben für den ersten, glücklichen Blick am nächsten Morgen. So wie er spielt, hat sich daran bis heute nichts geändert.

Bis zu 250 Konzerte gibt Haas im Jahr, in unterschiedlichen Formationen. Der Grund für seinen Erfolg liegt paradoxerweise in seiner Zurückhaltung: Haas ist keiner, der zeigen muss, was er draufhat; auch bei virtuosen Soli bleibt sein Auftreten ohne jede Allüre. Diese Kombination aus Meisterschaft und Stil sorgt dafür, dass ihm Aufträge und Sympathien zufliegen.

Auch dem großen Al Jarreau muss es so ergangen sein: Als er Arno Haas in Los Angeles kennenlernte, war er so angetan von dessen Spiel, dass er ihm anbot, ein Stück für ihn im Studio einzusingen. »Lucky Chance«, ein duftig leichter Song, zeigt bei aller Prominenz des Sängers nur eine von vielen Facetten des Komponisten und Musikers Haas. Die neue CD »Back To You« enthält innige Saxofonballaden genauso wie fetzigen, nach vorne drängenden Sound und sonnigen Groove.

»West Coast Fusion« nennt Haas diese Mischung, was so viel heißt wie: eingängige Melodien, die sich in keine Schublade stecken lassen. Wir ergänzen: beste Unterhaltung auf höchst