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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2016
Ein letztes Fest?
Der Protestantismus feiert die Reformation
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 23.09.2016

Kathrin Hartmann, Journalistin und Buchautorin, erhält den erstmals ausgelobten Siegfried-Pater-Preis für ein Recherche-Projekt in Bangladesch. Sie untersucht dort die verheerenden Auswirkungen von Mikrokrediten, Garnelenzucht in Aquakulturen und der Einführung von gentechnisch verändertem Saatgut für die kleinbäuerliche Gesellschaft. Mit ihren Büchern und Reportagen will sie ein kritisches Bewusstsein für die Macht der Agrarkonzerne und der hochtechnisierten Landwirtschaft schaffen und für Solidarität mit Kleinbauern werben. Der Preis geht auf den 2015 verstorbenen Journalisten und Verlagsgründer Siegfried Pater zurück, der für seinen unermüdlichen Einsatz für eine gerechtere Welt 2014 das Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt.

Massimo Faggioli, katholischer Theologe aus Minnesota, findet es peinlich, dass sich die katholischen Bischöfe der USA bislang kaum zu Donald Trumps Wahlprogramm geäußert haben. Offensichtlich haben sie nicht verstanden, »was in ihrem Land oder bei ihrer Herde los ist«. Allerdings kann Trump kaum auf Unterstützung durch Katholiken hoffen. Umfragen verschiedener Institute belegen, dass Hillary Clinton in der Gunst dieser Wählergruppe mehr als zwanzig Prozentpunkte vor Trump liegt. Auch viele weiße Katholiken seien verärgert über Trumps Ausfälle gegen Latinos. »Sie haben verstanden, dass die meisten dieser Einwanderer ihre katholischen Brüder und Schwestern sind«, meint der Jesuit Thomas Reese. Die Washington Post titelte kürzlich: »Trump hat ein massives Katholikenproblem«.

Nicholas Chamberlain, anglikanischer Bischof von Grantham in England, hat sich selbst als homosexuell geoutet. Er lebe in einer Beziehung, allerdings in sexueller Enthaltsamkeit, so wie es die kirchlichen Richtlinien vorsehen. Das Oberhaupt der anglikanischen Kirche, Justin Welby, erklärte, er wisse um Chamberlains private Situation. Seine Ernennung zum Bischof sei aufgrund seiner Fähigkeiten erfolgt, die sexuelle Ausrichtung sei »völlig irrelevant« für die Ausübung dieses Amtes.

Jorgen Randers und Graeme Maxton,

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