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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2016
Ein letztes Fest?
Der Protestantismus feiert die Reformation
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

die Welt ist kompliziert und unübersichtlich. In solchen Zeiten wächst die Sehnsucht nach einfachen Antworten. Da einfache Antworte komplexe Probleme nicht lösen können, sind jene Menschen interessant, die sich diesem Trend verweigern und sich der schwierigen Wirklichkeit stellen. So versammelte die Evangelische Akademie zu Berlin zusammen mit der Diakonie Expertinnen und Experten aus ganz Europa, die sich alle mit der gleichen Frage beschäftigten: Was hilft aus christlicher Perspektive gegen den Rechtspopulismus? Da die Erfahrungen mit rechten Bewegungen in Österreich oder Italien, in Schweden oder Deutschland durchaus unterschiedlich sind, waren Patentrezepte nicht zu erwarten. Und doch hat unsere Mitarbeiterin Gunhild
Seyfert erfolgversprechende Ansätze gefunden (Seite 12).

Obwohl für Protestanten zunächst nichts einfacher scheint, als im nächsten Jahr das Reformationsjubiläum zu feiern, machen es sich viele von ihnen doch nicht so einfach. Zu ihnen zählt Johann Hinrich Claussen. Der langjährige Probst von Hamburg und inzwischen Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland zeigte sich sehr nachdenklich, als er sich mit Michael Schrom, unserem Ressortleiter Religion & Kirchen, traf, um über einen Beitrag zum Reformationsjubiläum zu sprechen. Das Ergebnis sind tiefe Überlegungen über die Freiheit der Christen und die Bedeutung der Reformation in einer Zeit nachlassender Bindungskraft der Kirchen. Selbstkritisch und mutig (Seite 26).

Ein führender Protestant, der es sich ebenfalls nie einfach gemacht hat, ist leider nicht mehr unter uns: Jörg Zink. Nach einer existenziellen relig