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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2016
Ein letztes Fest?
Der Protestantismus feiert die Reformation
Der Inhalt:

Der Letzte Brief (Vorsicht Satire!): Liebe Angela,

nach all dem Mediengetöse in der letzten Zeit über Einladungen zu Parteitagen und angebliche Zerwürfnisse zwischen uns möchte ich Dir doch mal in aller Offenheit sagen, wie großartig ich Dich finde.

Wie ein Baum im heftigsten Sturm bleibst Du standhaft und behältst Deine Linie bei, komme, was da wolle. Sicher, ich habe in der jüngsten Zeit die ein oder andere kleine Korrektur in der Flüchtlingspolitik angemeldet, im Großen und Ganzen aber bist Du mit Deiner Unbeugsamkeit ein großes Vorbild für mich, ja, ich finde sogar, das Amt der Bundeskanzlerin ist längst zu eng geworden für eine Politikerin Deines Formats, Deines Weitblicks und Deiner Souveränität. Warum sollte sich eine Frau mit Deinen Eigenschaften überhaupt noch mit den Niederungen der deutschen Politik befassen, schoss es mir jüngst wie ein Blitz durch den Kopf.

Passt zu Dir nicht ein viel weiterer Blick, auf Europa vielleicht oder … auf die ganze Welt? Wie Du weißt, wird noch in diesem Jahr der neue Generalsekretär der Vereinten Nationen gewählt, oder vielleicht … die Generalsekretärin? Ist der »unmöglichste Job« der Welt nicht wie geschaffen für jemanden wie Dich, die die schwierigsten Aufgaben lösen kann? Lass es Dir mal auf der Zunge zergehen, welche Möglichkeiten Du dann hättest, Dich für Menschen auf der Flucht einzusetzen. Immerhin gibt es von ihnen zurzeit weltweit mehr als sechzig Millionen. Ich wette: Du schaffst das. Ich will nicht verhehlen, dass auch Sigmar der Idee viel abgewinnen kann. Der Sigmar und ich, musst Du wissen, wir haben in letzter Zeit viel miteinander geredet. Er weiß um die Sorgen und Nöte der Menschen, die den Flüchtlingen kritisch gegenüberstehen, und er möchte ihnen helfen, genau wie ich.