Das Töten beenden
In seinem Berufsleben als Amtsrichter hat Hinrich Bartels viele Streitigkeiten zwischen Privatpersonen in Zivilprozessen beigelegt. Wenn es gelingt, Konflikte zwischen Personen aufgrund eines solchen Verfahrens zu Ende zu bringen, so überlegte der Richter irgendwann, warum sollte das nicht auch für staatliche Konflikte gelingen? Das war in den 1980er-Jahren, in der Zeit des Kalten Krieges. Bartels arbeitete sich in das Völkerrecht ein und begann, Abläufe zu simulieren, die den Krieg und das Töten beenden könnten. Das Ergebnis: eine internationale Verfahrensordnung zur Regelung von Konflikten, der sich alle Staaten anschließen. Und die alle Staaten in die Pflicht nimmt einzuschreiten, wenn ein Staat von Krieg und Gewalt bedroht ist. Wie er sich dies im Einzelnen vorstellt, legt Bartels in seinem jüngst erschienenen Buch »Inwiefern rechtfertigt der Krieg noch das Töten?« dar.
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