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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2015
Der große Auszug
Kirchenaustritte: Was jetzt auf dem Spiel steht
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 25.09.2015

Gerd Müller, Entwicklungsminister (CSU), wünscht sich, dass das Foto des ertrunkenen Flüchtlingskindes am Strand von Bodrum wie ein »Weckruf« für eine nachhaltige Entwicklungspolitik wirkt. Afrika dürfe nicht länger nur Rohstofflieferant sein, sondern brauche Technologien, um mehr eigene Produkte entwickeln zu können. Dagegen sieht der Medienethiker Alexander Filipovic die Veröffentlichung des Bildes sehr kritisch. Es sei sicherlich ein Symbolbild »für das Versagen der internationalen Flüchtlingspolitik«, dennoch wirke es durch seine Unmenschlichkeit lähmend auf den Betrachter. »Dieses Bild führt nicht unbedingt dazu, dass man selbst das Heft in die Hand nimmt.«

Olaf Latzel, umstrittener Pastor in Bremen, der sich in einer Predigt sehr abfällig gegenüber anderen Religionen und Konfessionen geäußert hatte, darf nicht in der evangelischen Kirche von Holzminden predigen. Die Begründung: Latzel vertrete grundsätzlich andere Positionen als die hannoversche Landeskirche.

Sylvia Löhrmann, Schulministerin in Nordrhein-Westfalen (Grüne), will den islamischen Religionsunterricht in diesem Bundesland künftig auf die Oberstufe ausweiten. Religionsunterricht sei mehr als eine bloße Ergänzung des Fächerkanons oder ein Zugeständnis an gesellschaftliche Erwartungen. Es geht um die Ausübung eines Grundrechts. »Entweder gibt es Religionsunterricht für alle oder für niemanden.«

Krzysztof Zadarko, in der polnischen Bischofskonferenz zuständig für Migration, hält es für problemlos möglich, dass sein Land 30 000 Flüchtlinge aufnimmt. Während des Tschetschenien-Krieges seien 110 000 Tschetschenen nach Polen gekommen. Die Zahl von 30 000 entspreche der Zahl der Pfarreien im Land. Rasse oder Religion dürften keine Kriterien bei der Aufnahme sein. Die polnische Regierung will kaum Flüchtlinge und keine Muslime aufnehmen.

Volker Jung, Kirchenpräsident der hessen-nassauischen Kirche erhält den Ehrenpreis des Bundesverbands der Lesbe

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