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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2014
Da geht noch was!
Träume leben im Alter
Der Inhalt:

Stichwort: Versklavt

von Norbert Copray vom 26.09.2014
Über die umfassende Herrschaft von Geld und Rendite

Bastian Brinkmann
Die geprellte Gesellschaft
Warum wir uns mit der Steuerflucht von Reichen und Konzernen nicht abfinden dürfen. DVA. 254 Seiten. 19,99 €

Karl-Heinz Brodbeck
Faust und die Sprache des Geldes
Denkformen der Ökonomie – Impulse aus der Goethezeit. Karl Alber. 378 Seiten. 29 €

Tim Jackson
Wohlstand ohne Wachstum
Leben und Wirtschaften in einer endlichen Welt. Oekom. 248 Seiten. 12,95 €

Reiner Klingholz
Sklaven des Wachstums
Die Geschichte einer Befreiung. Campus. 348 Seiten. 24,99 €

Mariana Mazzucato
Das Kapital des Staates
Eine andere Geschichte von Innovation und Wachstum. Kunstmann. 304 Seiten. 22,95 €

Philip Roscoe
Rechnet sich das?
Wie ökonomisches Denken unsere Gesellschaft ärmer macht. Hanser. 316 Seiten. 21,90 €

Wir sind »Sklaven des Wachstums«, schreibt der angesehene Demografieexperte Reiner Klingholz in seinem gleichnamigen Buch. Und zwar deshalb, weil niemand außerhalb des kapitalistischen Systems, selbst in seiner Variante als soziale Marktwirtschaft, gesellschaftlich teilhaben kann. Der Leiter des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung belegt diese These mit einer Fülle von Fakten.

Die Umweltbewegung mit ihren Zielsetzungen hält er für gescheitert; auch Effizienz- und Suffizienzkonzepte änderten daran nichts. Mit Appellen werde man daher nicht weiterkommen, sondern nur mit kontrollierten staatlichen Vorgaben. Wobei die schärfste Vorgabe durch die ökologische Entwicklung selbst entstehe: Erst bremse sie das Wachstum, dann bremse sie es aus, sodass wir schon längst in einer Post-Wachstums-Phase lebten, auch wenn wir es noch nicht wahrhaben wollten. Die Ressourcen gingen zur Neige, der politische Handlungsspielraum sei kleiner geworden: »Wir sind Sklaven eines Wachstumssystems und müssen hoffen, dass es in die Brüche geht, damit danach etwas Neues und Anderes entstehen kann«, das wir aber nicht planen könnten.

Das Buch von Reiner Klingholz ist ein Weckruf nach Art eines Holzhammers. Um sich vom Wachstumszwang zu befreien, brauche es »eine Reform de

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