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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2014
Da geht noch was!
Träume leben im Alter
Der Inhalt:

Gegen religiösen Fanatismus

von Barbara Tambour vom 26.09.2014
Mahnwachen, Plakate, Appelle: Muslime, Christen und Juden für Friedensdialog

Muslime, Christen und Juden in Deutschland haben in den vergangenen Tagen jeder Form des religiösen Fanatismus eine Absage erteilt. Im Anschluss an das Freitagsgebet hatten vorige Woche in mehr als 2000 Moscheen Friedensaktionen und Mahnwachen stattgefunden. Damit wollten die Moschee-Gemeinden ein Zeichen setzen gegen den Hass und den Missbrauch der Religion. »Wir wollen klarmachen, dass die Terroristen nicht im Namen des Islams sprechen«, betonte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek. Ali Kizilkaya, Sprecher des Koordinationsrats der Muslime, rief dazu auf, gemeinsam gegen die Radikalisierung junger Menschen vorzugehen: »Da sind die islamischen Re ligionsgemeinschaften überfordert.« Hier müssten Gesellschaft und Politik mithelfen durch Präventionsarbeit und mehr Unterstützung für die Jugendarbeit in den muslimischen Gemeinden.

Die muslimische Ahmadiyya-Gemeinschaft macht in Siegen mit einer Plakataktion auf das Friedenspotenzial des Islams und die eigene Überzeugung aufmerksam: »Liebe für alle, Hass für keinen«.

Der Zentralrat der Juden hatte zu einer öffentlichen Mahnwache gegen Rassismus und Faschismus vor dem Brandenburger Tor in Berlin aufgerufen. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, betonte dabei: »Wir sind hier, um gemeinsam und geschlossen zu zeigen: Keinen Platz für Judenhass!« An der Demonstration nahmen nach Angaben des Zentralrats rund 8000 Menschen teil.

Die katholische Gemeinschaft Sant’Egidio hat ihr internationales Friedenstreffen in Antwerpen mit einem Aufruf zum Dialog als Mittel gegen den religiös motivierten Terrorismus beendet. Der Dialog »ist Medizin für die Konflikte, er heilt Wunden, er macht Zukunft möglich«, heißt es in dem Appell. Das Töten im Namen Gottes hingegen sei blasphemisch. Im Mittelpunkt des Treffens standen die aktuellen internationalen Konflikte sowie die Verantwortung der Religionen und der Menschen beim Aufbau einer solidarischen Welt.

Unterdessen haben sieben bedeutende islamische Verbände aus aller Welt die Gewalttaten der Terrormiliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien verurteilt. Als Reaktion auf die Ermordung zweier US-R

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