Gegen religiösen Fanatismus
Muslime, Christen und Juden in Deutschland haben in den vergangenen Tagen jeder Form des religiösen Fanatismus eine Absage erteilt. Im Anschluss an das Freitagsgebet hatten vorige Woche in mehr als 2000 Moscheen Friedensaktionen und Mahnwachen stattgefunden. Damit wollten die Moschee-Gemeinden ein Zeichen setzen gegen den Hass und den Missbrauch der Religion. »Wir wollen klarmachen, dass die Terroristen nicht im Namen des Islams sprechen«, betonte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek. Ali Kizilkaya, Sprecher des Koordinationsrats der Muslime, rief dazu auf, gemeinsam gegen die Radikalisierung junger Menschen vorzugehen: »Da sind die islamischen Re ligionsgemeinschaften überfordert.« Hier müssten Gesellschaft und Politik mithelfen durch Präventionsarbeit und mehr Unterstützung für die Jugendarbeit in den muslimischen Gemeinden.
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