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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2014
Da geht noch was!
Träume leben im Alter
Der Inhalt:

Vorgespräch: Der Geist der kargen Landschaft

von Eva-Maria Lerch vom 26.09.2014
Für wen lohnt sich ein Besuch auf der Frankfurter Buchmesse? Fragen an Pressesprecherin Katja Böhne

Publik-Forum: Die Frankfurter Buchmesse ist die größte auf der Welt. Verlage und Autoren reisen in Scharen an. Aber lohnt sich ein Besuch auch für Leserinnen und Leser?

Katja Böhne: Ja sicher. Gerade bei den deutschen Lesern ist der Wunsch, die Autoren persönlich zu treffen und mit ihnen zu diskutieren, besonders groß. Wir rechnen mit 130 000 privaten Besuchern.

Haben denn auch die Autoren und Verlage ein Interesse, mit den Lesern zu sprechen?

Böhne: Das Bedürfnis ist sogar sehr gewachsen. Weil viele Bücher im Internet bestellt werden, ist natürlich auch das Feedback über Buchhändler dünner geworden. Da ist die Buchmesse eine gute Chance, mit dem Lesepublikum direkt in Kontakt zu treten.

Welchen Tipp haben Sie für Leute, die zum ersten Mal auf die Buchmesse kommen?

Böhne: Angesichts der Fülle an Ausstellern, Bühnen, Salons und Foren rate ich ihnen, ein eigenes Programm zusammenzustellen, damit sie dort ankommen, wo ihr Interesse liegt – ob das nun Krimis, Romane, Kinderbücher, pädagogische Medien, wissenschaftliche oder religiöse Literatur, Kochbücher oder Kunstbände sind.

Wirkt sich die aktuelle politische Lage auf die Buchmesse aus?

Böhne: Ja, wir wissen noch gar nicht, ob die Ukrainer es überhaupt schaffen, auf die Buchmesse zu kommen. Die weltpolitischen Krisen werden im »Zentrum Weltempfang« thematisiert. Ein Fotojournalist analysiert dort beispielsweise die Bildsprache der Terrorgruppe ISIS. Die Schriftstellerin Janne Teller setzt gemeinsam mit internationalen Autoren ein Projekt namens »Frankfurt Undercover« auf, bei dem sie sich literarisch-kreativ einem aktuellen politischen Thema nähern wollen.

Was ist Ihr ganz persönliches Lieblingsbuch unter den Millionen Neuerscheinungen?

Böhne: »Das Hungerjahr«, ein Roman des finnischen Autors Aki Ollikainen. Das Buch beschreibt den Weg einer jungen Bäuerin aus dem Norden Finnlands, die 1867 mit ihren Kindern vor der Hungersnot nach St. Petersburg flieht. Ich habe lange nichts gelesen, was mich so bewegt hat.

Finnland ist auch das Gastland der Buchmesse. Woran liegt es, dass dieses dünn besiedelte Land so viele gute Bücher – vor all

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