Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2013
Die Ware Frau
Soll man Prostitution verbieten?
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 27.09.2013

Jan van Aken,Rüstungsexperte der Linkspartei, hat schwere Vorwürfe gegen die rot-grünen und schwarz-gelben Bundesregierungen der Jahre zwischen 2002 und 2006 erhoben. Damals waren Chemikalien nach Syrien geliefert worden, die zur Herstellung des Giftgases Sarin benötigt werden. »Es kann und darf nicht sein, dass diese Chemikalien ausgerechnet nach Syrien geliefert wurden, von dem man damals schon wusste, dass es ein riesiges Chemiewaffenprogramm unterhält«, erklärte van Aken. Allen Beteiligten müsse klar gewesen sein, dass die Substanzen für die Produktion von Sarin eingesetzt werden könnten. Dass die damaligen Bundesregierungen die Lieferung von rund 111 Tonnen genehmigt hatte, geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, sie gehe davon aus, »dass die Substanzen für die zivile Nutzung genutzt wurden«.

Pietro Parolin, neuer Kardinalstaatssekretär im Vatikan, hat in der Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera erklärt, man könne in der katholischen Kirche durchaus über die Zölibatsverpflichtung für die Priester diskutieren. Dies sei kein Dogma. Man müsse dem Priestermangel Rechnung tragen. Allerdings müssten Veränderungen »im Dienst an der Einheit der Kirche« geschehen. Auch der Mainzer Kardinal Karl Lehmann erklärte, er glaube, dass in einigen Jahren verheiratete Priester zur Priesterweihe zugelassen werden könnten. Es gebe schon jetzt »ganz hervorragende« verheiratete Diakone.

Verena Harpe,Indien-Expertin von Amnesty International, hat die Todesurteile gegen vier Vergewaltiger einer Studentin in Indien, die danach gestorben war, als nicht hilfreich bezeichnet. »Auch diese Todesurteile werden nicht dazu beitragen, Gewalt gegen Frauen in Indien zu bekämpfen«, sagte Harpe. Laut Amnesty wurden 2012 in Indien mehr als 228 000 Fälle von Gewalt gegen Frauen angezeigt. Bei den wenigen Vergewaltigungsfällen, die es vor Gericht schafften, würden drei von vier Angeklagten freigesprochen, während die Opfer sozial geächtet seien, erklärte die Menschenrechtsorganisation.

Gabriele Boos-Niazy,

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen