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Das Haus der Säulen

Leandro wünscht sich ein Bad und eine Toilette. Er wohnt im historischen Zentrum von Lima, wo die Kolonialbauten verfallen, weil Geld und politischer Wille fehlen. Nun schreiten die armen Bewohner selbst zur Tat
von Constanze Bandowski vom 21.09.2012
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Leandro Ramirez ist jedes Mal froh, wenn er unversehrt zu Hause ankommt. Sein Schulweg ist ein Spiel mit dem Feuer, Tag für Tag der gleiche Stress: Jugendbanden, Drogendealer, Kleinkriminelle, dazu das stinkende Verkehrschaos im Zentrum Limas. »Ich gehe nicht auf die Straße, wenn es nicht unbedingt sein muss«, sagt Leandro. Stocksteif sitzt er im zweiten Hinterhof der Straße Jr. Conde de Superunda Nr. 316 in einem Bretterverschlag auf dem Sofa, ein 13-jähriger Oberschüler mit Jogginghose, Wollpulli und akkuratem Kurzhaarschnitt. Über dem verängstigten Jungen erhebt Jesus mahnend den Zeigefinger, ein kitschiges Porträt mit Heiligenschein und dem reinweißen Schriftzug: »Herz Jesu«.

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