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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2020
Gott der Gegenwart
Was Christen heute zu sagen haben
Der Inhalt:

Sterbehilfe unter allen Umständen?

von Halle vom 11.09.2020
Streitfragen zur Zukunft: Was unsere Leserinnen und Leser dazu meinen
Bu machen (Foto: Dan Race/stock.adobe.com)
Bu machen (Foto: Dan Race/stock.adobe.com)

Eine gesetzliche Regelung sollte sich eher an der von Matthias Thöns vorgeschlagenen Gliederung orientieren. Ganz auf sie zu verzichten, würde nicht dazu beitragen, dass Suizidbeihilfe weniger Normalitätsanschein bekommt, wie Thomas Sitte hofft, eher im Gegenteil.Andreas Schiebe,

Bad Neustadt

So beachtenswert die Ausführungen von Matthias Thöns sind, kann ärztliche Suizidbeihilfe keine Option eines Palliativmediziners oder eines Palliativteams sein. Beihilfe zur Selbsttötung darf nicht als therapeutische Option am Lebensende angeboten werden. Der Wunsch, nicht mehr leben zu wollen, ist vor allem der Wunsch, »so« nicht mehr weiterleben zu wollen. Der Todeswunsch impliziert keine Entscheidung zum Suizid.Matthias Salefsky,

Palliativmediziner, Aschaffenburg

Manche Menschen, gerade auch solche ohne unmittelbar zum Tode führende Erkrankungen, empfinden es als nicht lebenswert, ihr Dasein nach einem Schlaganfall gelähmt und inkontinent zwischen Bett und Rollstuhl zu fristen. Ihnen ist es nicht mehr möglich, sich vor einen Zug zu werfen, vom Kirchturm zu springen oder zum Strick zu greifen. Sie benötigen Hilfe und Helfer, die sich nicht vor der Einnahme des Präparates durch den Leidenden aus dem Zimmer stehlen müssen, sondern dem Hinüberschlafenden die Hand halten dürfen, ohne kriminalisiert zu werden.

Rudolf Grzegorek,
Facharzt für Allgemeinmedizin, Görlitz

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