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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2020
Gott der Gegenwart
Was Christen heute zu sagen haben
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 11.09.2020

Echter Fortschritt

Zu: »Wem gehört Jesus?« und »Christentum ist Judentum für Nicht-Juden« (15/20, Seite 28-33)

Auf die Frage »Wem gehört Jesus?« ist meine Antwort: dem, der sich seiner Wirksamkeit öffnet, wie es christliche Glaubenszeugen über die Jahrhunderte getan haben.
Der christliche Glaube an Jesus von Nazareth als den Christus steht wesentlich auf dem »Boden der Zeugniswahrheit«, wie der Theologe Eugen Biser es formuliert. Winfried Belz, Wilhelmsfeld

Das Gespräch mit Notger Slenczka und Christian Rutishauser ist sehr interessant und ein echter Fortschritt. Bis heute nehmen nur wenige christliche Professoren das Judentum wirklich ernst und lassen sich in ihrer oft triumphalistischen Theologie von Juden hinterfragen. Bevor die Christen nicht umkehren zum jüdischen Jesus und das toratreue Judentum wieder entdecken als vollgültigen Weg zu Gott, wird es kein echtes Gespräch zwischen Christen und Juden geben können. Christen als Dazugekommene zum Bund Gottes müssen den Dialog suchen mit den Juden als »älteren Geschwistern«. Martin Tränkle, Ulm

Notger Slenczka irrt. Die frühe Kirche hat die Schriften des Alten Testaments nicht als »Medium des Evangeliums von Jesus Christus« gelesen. Die frühen Christen haben diese Schriften ohne Begründungsbedarf als Heilige Schriften angesehen. Von ihnen her gewannen sie die Sprachwelt und die theologischen Perspektiven, um das Christusgeschehen nicht als ein irgendwie numinoses Erlebnis zu deuten, sondern als ein Geschehen von dem Gott Israels her. Die christliche Lesart des Alten Testaments ist grundsätzlich kein Versuch der »Enterbung« des Judentums. Das passiert erst dann, wenn von christlicher Seite die eigene Deutung als alleinige Wahrheit beansprucht und die jüdische Deutung delegitimiert wird, was – Gott sei’s geklagt – jahrhundertelang geschah. Friedhelm Pieper, Frankfurt/Main

Mich überzeugen jene Theologen, die Jesus für einen Menschen und nicht für einen Gott halten und die es schwer mit Gottes Liebe vereinbaren können, dass das Blut eines Unschuldigen für das Hei

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