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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2019
Höhenglück
Warum uns die Alpen so faszinieren
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 06.09.2019

Sadiqu Al-Mousllie, Sprecher des niedersächsischen Landesverbands des Zentralrats der Muslime in Deutschland, ist empört darüber, dass Richter und Staatsanwälte in Niedersachsen künftig keine religiösen Symbole wie Kopftuch, Kippa oder Kreuz in öffentlichen Verhandlungen tragen dürfen. Das Kopftuch sei in vielen Gegenden Deutschlands längst Alltag. »Diesen Frauen wegen ihrer Religion zu misstrauen, ist vollkommen unredlich.« Durch das geplante Gesetz würden religiöse Menschen in aller Öffentlichkeit stigmatisiert und als parteiisch, befangen und voreingenommen diffamiert. »Das Vertrauen einer multireligiösen und multiethnischen Gesellschaft in unseren Rechtsstaat wird dadurch extrem geschwächt.« Dagegen sagte Stephanie Springer, Präsidentin des hannoverschen Landeskirchenamtes, sie halte es für richtig, wenn Richter und Staatsanwälte bei der Amtsausführung religiöse Symbole und Kleidungsstücke nicht auffällig sichtbar tragen dürften. Kleine diskrete Zeichen sollten erlaubt bleiben.

Jonathan Landgrebe, Mitglied in der Geschäftsleitung des Suhrkamp-Verlags, glaubt nicht, dass es in Zukunft immer weniger Leserinnen und Leser geben wird. Die digitale Welt habe zwar Gewohnheiten verändert, »aber meine Erfahrung ist: Wer wirklich etwas wissen will, wer etwas erfahren möchte, Dinge, die der Lebensalltag und die Nachrichten nicht mit sich bringen, der liest.« Bücher seien immer auch »Hoffnungsträger«.

Andreas Luttmer-Bensmann, Vorsitzender der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB), befürwortet die von der SPD vorgeschlagene Vermögenssteuer für Reiche. »Wir haben die Einkommenssteuern in den letzten Jahren deutlich gesenkt und die Vermögenssteuer abgeschafft. Das sind beides Steuern, die dringend wieder an unsere gesellschaftliche Entwicklung angepasst werden müssen.« Der KAB-Vorsitzende widersprach der Ansicht des Bundes Katholischer Unternehmer, dass eine Vermögenssteuer am Ende mittelständischen Unternehmen schade. Es gehe auch um viele private Vermögen von Menschen, die einen Betrieb oder eine Einrichtung unterhielten, die der Gemeinschaft zugutekämen.

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