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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2018
Angst
In der Gesellschaft rumort es: Ein Gefühl wird politisch
Der Inhalt:

»Kinder nicht ausgrenzen!«

Fachverbände der Jugendhilfe sowie Menschenrechtsorganisationen fordern, Flüchtlingskinder nicht von der Kinder- und Jugendhilfe auszuschließen. »Dass geflüchtete Minderjährige Kinder sind, deshalb besonderen Schutz brauchen und Rechte haben, wird nicht mehr als rechtliche Verpflichtung und gesellschaftsvertragliche Selbstverständlichkeit gesehen, sondern als Minderheitenmeinung diskreditiert. Wir wehren uns dagegen«, heißt es in dem Appell, den 54 Organisationen unterzeichnet haben. Hintergrund ist, dass durch die Einführung der Ankerzentren, durch Änderungen bei den Verfahren zur Alterseinschätzung sowie weitere rechtliche Neuerungen Flüchtlingskinder anderen Regelungen unterliegen als deutsche Kinder. »Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gehören in die Kinder- und Jugendhilfe. Sie dürfen nicht zum Spielball kurzfristiger politischer Machtinteressen gemacht werden«, betonen die Verfasser des Aufrufs mit dem Titel »Es reicht! Fachlichkeit statt Diffamierung«. Unterzeichnet haben ihn unter anderem die Diakonie, das Deutsche Kinderhilfswerk und der Caritasverband; übersandt wurde er an Bundesfamilienministerin Franziska Giffey.