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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2016
In eurer Welt kann ich nicht sein
Warum Liah vor ihrer Familie flieht
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

vom 09.09.2016

Petra Roedenbeck-Wachsmann/
Bernd Vogel
Werkbuch Paulus
Kohlhammer. 234 Seiten. 26 €

Was zunächst wie ein weiterer Beitrag zur neutestamentlichen Paulus-Exegese wirkt, entpuppt sich dank seiner Verfasser – das Autorenteam besteht aus einer Rechtsanwältin und einem Hochschulpastor – als ein Buch von Praktikern für die Praxis, in Selbstdefinition für Erwachsenenbildung, Kirchengemeinden und Schulen. Doch es ist weit mehr: Schon in der hermeneutischen Standortbestimmung zu Beginn beeindruckt die klare Sprache, die Forschungsgeschichte und Methodik schnörkellos so auf den Punkt bringt, dass sich neue Horizonte erschließen. Die elf zweistündigen Bibelabende, die sich anschließen, sind methodisch abwechslungsreich und inhaltlich anspruchsvoll. Sie weichen kritischen Fragen nicht aus und brauchen, wie die Verfasser betonen, auch gut vorbereitete Kursleiter. Dafür bieten sie ein facettenreiches traditionsgeschichtliches Material bis hin zu musikalischen Abschlüssen. In akademischen Milieus aller Art wird ein Kurs nach diesem Muster gerade auch im Jahr der Reformation ein großer Gewinn sein. Dem einzelnen Pfarrer mag das Buch eine gute Vorbereitungslektüre für Katechese und Predigt sein, die aber je nach Adressaten leicht modifiziert werden müsste. Bettina von Kienle

Christiane Grefe
Global Gardening
Kunstmann. 320 Seiten. 22,95 €

Der Titel klingt arglos. Doch in dem Thema steckt Dynamit. Was kommt nach dem Erdöl? Auf welche Weise, mit welchen Ressourcen produzieren wir in postfossilen Zeiten Nahrung, Energie und Materialien? »Bioökonomie« heißt die Wirtschaftsform der Zukunft: Nachwachsende Rohstoffe, Kaskadennutzung und technische Innovationen sollen ihre Nachhaltigkeit garantieren. Aber kann Ingenieurskunst Probleme lösen, die durch Ingenieurskunst erzeugt wurden? Solange die Bioökonomie auf Technik und Wachstum fixiert bleibt ohne Rücksicht auf die Begrenztheit des Planeten, werden Hunger, Klimawandel und Verlust der biologischen Vielfalt nicht überwunden. In Reportagen, Streitgesprächen und Analysen lässt die Journalistin Christiane Grefe Kritiker und Befürworter bioökonomischer Konzepte zu Wort kommen. Wer sich diesen Zukunftsfragen nähern will, wird derzeit kaum Erhellenderes auf dem Markt finden.

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