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Vor Gott ein Gräuel?

Kennt und verurteilt das Alte Testament Homosexualität? Bischöfe und Theologen streiten über das Buch Levitikus
von Michael Schrom vom 11.09.2015
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Er wolle nur in aller Schlichtheit daran erinnern, was uns das Wort Gottes zur Schöpfung von Mann und Frau, zu Ehe und Sexualität und zur Familie sagt. »Mehr Kenntnis brauchen wir nicht.« So begann der Churer Bischof Vitus Huonder seinen Vortrag auf dem Kongress »Freude am Glauben« in Fulda, um anschließend mit Blick auf die Homosexualität das Buch Levitikus zu zitieren. Dort heißt es in Kapitel 18, 22: »Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Gräuel.« Und Lev 20, 13 ergänzt: »Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen« (nach der Einheitsübersetzung). Diese beiden Stellen allein, so der Bischof, würden genügen, »um der Frage der Homosexualität aus der Sicht des Glaubens die rechte Wende zu geben«.

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