Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2014
Gerechtigkeit für die Opfer
Von der Hoffnung auf ein Jüngstes Gericht Gottes
Der Inhalt:

Atomkraft floppt

Ob die Lobby es glaubt oder nicht: Die Kernenergie ist weltweit am Ende

Die Atomlobby träumt von einer »Renaissance der Atomkraft«. Doch die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Das bestätigt soeben der neue World Nuclear Industry Status Report. Demnach fließen seit dem Jahr 2000 nur noch drei Prozent der gesamten Energie-Investitionen der Welt in die Atomenergie – und zugleich boomen die erneuerbaren Energien weltweit. In der Europäischen Union waren 1988 noch 177 AKW in Betrieb, heute sind es noch 131.

Noch eindrucksvoller sind die Investitionen: 57 Prozent aller Energie-Investitionen flossen in die erneuerbaren, 40 Prozent in die fossilen und nur noch 3 Prozent in die Atomkraft. In China, dem größten Energieverbraucher der Welt, haben 2014 alle Fotovoltaik-Anlagen zusammen die Gesamtleistung der AKW bereits überholt.

Es gibt zwar in einigen Ländern wie China, Indien oder England noch Neubaupläne für AKW, aber überall zugleich heftige Widerstände aus der Bevölkerung. Die Regierung Abe in Japan will zwar alle 52 nach Fukushima stillgelegten AKW wieder ans Netz bringen, doch Bürgerinitiativen haben dies bisher verhindert. Und weltweit müssen in den nächsten 15 Jahren über die Hälfte aller AKW alters- oder sicherheitsbedingt abgeschaltet werden. Neubauten wird es kaum noch geben.

Dieser Trend wird durch eine Meldung aus Taiwan bestätigt. Die Kuomintang-Regierung wollte ein fertiggestelltes AKW in Betrieb nehmen. Doch die Bevölkerung hat einen dreijährigen Aufschub und einen Volksentscheid über das Projekt erzwungen – trotz Instandhaltungskosten von hundert Millionen Euro pro Jahr. Da der Atommüll aus jedem AKW dieser Welt etwa eine Million Jahre strahlt, ist Atomenergie praktisch unbeza