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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2012
Verloren im Vatikan
Ein Reformkonzil wird 50
Der Inhalt:

Zeichen der Zeit – für heute

von Thomas Seiterich vom 07.09.2012
Gesellschaft und Kirchen verändern: Konzilskongress in Frankfurt

Über 350 Personen haben sich bisher angemeldet, »viel mehr als erwartet«, sagt Katja Strobel vom Institut für Theologie und Politik (ITP). Bei der Initiativgruppe in Münster laufen die Fäden der Vorbereitung für die Konziliare Versammlung zusammen, die vom 18. bis 21. Oktober in Frankfurt am Main stattfindet.

Die beiden Eröffnungstage stehen im Zeichen einer Erinnerung an die Ereignisse und Folgen des Reformkonzils, das die Kirche gründlich veränderte. In einer Großveranstaltung an prominentem Ort, in der Frankfurter Paulskirche, wird die Attac-Mitbegründerin Susan George »von außerhalb der Kirche« auf jenes Konzil blicken. Der fast neunzigjährige Konzilsvater Luigi Bettazzi, Altbischof von Ivrea in Piemont, und der Tübinger Theologe Hans Küng als seinerzeitiger Konzilsberater werden an den großen Reformdruck der Kirche erinnern, der sich von 1962 bis 1965 ereignete.

»Von Freitag bis Sonntag werden wir anschließend daran die Versammlung im Haus Gallus, in den katholischen Gemeinden Maria Hilf und Sankt Gallus sowie in der Evangelischen Friedensgemeinde fortsetzen, mit Werkstätten und gemeinsamen Veranstaltungen«, so berichten die Veranstalter.

»Welche Kirche brauchen wir angesichts der Herausforderungen unserer Zeit?« lautet die Leitfrage für den Freitagabend mit der feministischen US-Theologin Elisabeth Schüssler Fiorenza, dem Sprecher der Pfarrer-Initiative in Österreich, Helmut Schüller, und dem Journalisten Michael Jäger. Zu Beginn dieses Abends wird der jüdische Pädagogikprofessor und Publizist Micha Brumlik das Haus Gallus als Ort der Frankfurter Auschwitz-Prozesse von 1964 bis 1965 dem Publikum nahe bringen unter dem Titel »Das Erbe von Auschwitz«. Nach einem liturgischen Fest am Samstagabend hoffen die Planer, am Sonntag gemeinsame Positionen formulieren zu können und Ideen für eine weitere Zusammenarbeit in den Blick zu nehmen. Katja Strobel schließt: »Es ist eine von unten organisierte Versammlung, die davon lebt, dass sich alle einbringen.« Mitveranstalter der Konziliaren Versammlung sind unter anderen die Leserinitiative Publik, Eigentümerin der Zeitschrift Publik-Forum, die ök

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