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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2011
Das verlorene Vertrauen
Papstbesuch: Katholische Kirche zwischen Himmel und Hölle
Der Inhalt:

Billige Schadenfreude

von Wolfgang Kessler vom 06.09.2011
Die Kritik an Guido Westerwelle ist vor allem eines: selbstgerecht
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Zugegeben, die Person Guido Westerwelle eignet sich gut für Schadenfreude. Die FDP hat ihm zwar ihren Aufstieg zur Regierungspartei zu verdanken, doch schockierte er die Öffentlichkeit ein ums andere Mal mit seiner Arroganz und seiner Egozentrik. Unverbesserlich hält er an Steuergeschenken fest, mögen die staatlichen Schulden noch so hoch sein. Und genauso unverbesserlich hielt er lange an seiner Position fest, die militärische Enthaltsamkeit Deutschlands hätte letztlich den Rebellen in Libyen zum Sieg verholfen.

Es ist also leicht für politische Gegner und für Journalisten, auf den allgemeinen Trend aufzuspringen und Westerwelle wegen seiner Libyenpolitik mit Hohn und Spott zu überziehen. Einige seiner Parteifreunde nutzen die Chance, um mit ihrem ehemaligen Chef abzurechnen. Die Opposi