Protest gegen Autobahnbau
Mit einem Aktionstag haben Umwelt- und Klimaaktivisten am 21. August gegen den Bau der A49 durch den Dannenröder Forst in Mittelhessen protestiert. Für die vierzig Kilometer lange Trasse sollen im Herbst mehr als hundert Hektar Wald gerodet werden – auch in einem Gebiet, das nach EU-Recht unter Naturschutz steht. Mahnwachen und Demonstrationen gab es unter anderem in Wiesbaden, Marburg, Darmstadt und Frankfurt am Main. Im Dannenröder Forst haben Aktivisten in den vergangenen Monaten sechs Baumhausdörfer mit rund fünfzig Baumhäusern errichtet. Er gleicht inzwischen dem Hambacher Forst. Der Dannenröder Forst ist ein etwa 300 Jahre alter Laub- und Mischwald zwischen Homberg/Ohm und Stadtallendorf, zwanzig Kilometer östlich von Marburg in Hessen. Der Protest gegen den Autobahnbau ist auch politisch brisant: Die schwarz-grüne Landesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag für den Bau der A49 ausgesprochen. Die Grünen auf Bundesebene sehen das Projekt skeptisch. »Die A49 ist ein Planungsdinosaurier, absolut nicht mehr zeitgemäß. Zukünftige Verkehrskonzepte dürfen nicht länger mit Umweltzerstörung einhergehen. Die Zerstörung eines Wasserschutzgebiets, das 500 000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt, werden wir nicht zulassen«, sagt Barbara Schlemmer von der Initiative Keine A49.
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