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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2018
Hitze-Schock
Wie Landwirte und Verbraucher jetzt umsteuern müssen
Der Inhalt:

»Theologen mögen weiter streiten ...«

vom 24.08.2018
Wir haben die Publik-Forum-Petition an den Papst unterschrieben. Mehr Ökumene und keine Ausgrenzung am Tisch des Herrn: Das ist unser Ziel. Als Erstunterzeichner sagen wir: Macht Schluss mit dem Zank ums Abendmahl!

Warum ich unterschrieben habe? Für mich als Ausleger der Eucharistietexte im Neuen Testament stehen folgende Aspekte im Vordergrund: In diesen Texten wird die Erinnerung an das letzte Mahl Jesu und an seinen Tod betont. Durch diese »Danksagung« – eucharistia – wird Gemeinschaft gestiftet. Bei der Frage nach der »Vergegenwärtigung« kann der biblische Glaube an die Gegenwart Gottes im Alten und Neuen Testament leitend sein – jenseits philosophischer Kategorien, die kein »einfacher« Gläubiger versteht. Das real geglaubte Handeln Gottes in der Schöpfung, in der Geschichte, im ewigen Bund mit Israel und den Völkern, in Jesus und seiner Gemeinde, in der Gegenwart und Zukunft, vermag heutigen Menschen eine Stärkung auf dem eigenen Weg zu sein. Über die genaue Gegenwart mögen Theologen weiter streiten. Sie dürfen aber nicht vergessen: Sie sollen Diener des Glaubens sein.

Hubert Frankemölle, katholischer Theologe, Prof. em. für Neues Testament, Paderborn

Ich begrüße Ihre Initiative von ganzem Herzen!

Jürgen Moltmann, evangelischer Theologe, Prof. em. für Systematische Theologie, Tübingen

Es reicht nicht, immer Vertröstungen auszusprechen und zur Geduld zu mahnen. Deshalb ist es bedauerlich, wenn bei einem relativ kleinen Schritt – wie der gemeinsamen Kommunion von Ehepaaren – schon die Notbremse gezogen wird. Gerade im Osten Deutschlands stehen alle Kirchen ihrer Verkündigung selbst im Wege, wenn es nicht gelingt zu zeigen, dass wir erst einmal gemeinsam Christen sind. Die theologischen Unterschiede sollen nicht bestritten werden, aber der Umgang miteinander muss von Freundlichkeit und Liebe geprägt sein. Das muss nach außen sichtbar werden.

Axel Noack, Professor
für Kirchengeschichte, Halle/Saale

Ich hoffe, dass die katholischen Bischöfe möglichst bald ihren unsäglichen Streit beenden und der 3. Ökumenische Kirchentag in Frankfurt ein wirkliches ökumenisches Ereignis wird. Angesichts der Zerstrittenheit und großen Probleme in unserer Gesellschaft wie in der Welt sollten Christinnen und Christen Schritte zur Versöhnung und Einheit gehen.

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