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»Wir machen weiter«

Nach dem Selbstmordattentat: Besuch bei Ansbacher Flüchtlingshelfern
von Michaela Schneider vom 26.08.2016
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Muhamad Al Mahmoud hörte Hubschrauber, Sirenen. Zu seinen Brüdern Mahmoud und Khaled habe er gesagt: »Es gibt ein Problem.« Als klar war, dass ein Anschlag Ansbach aus seiner fränkischen Beschaulichkeit gerissen hatte, habe er die Nacht über gebetet, erzählt der 28-Jährige – gebetet, dass wenigstens kein Flüchtling, kein syrischer Landsmann das Attentat begangen habe. Muhamads Gebete wurden nicht erhört. Ansbach war in der Nacht zum tragischen Schauplatz des ersten islamistischen Selbstmordanschlags in Deutschland geworden: Ein 27-jähriger Syrer hatte vor dem Eingang des Musikfestivals »Ansbach Open« eine Bombe gezündet. Muhamad schüttelt auch viele Tage später noch den Kopf. Er kann und will nicht verstehen, ist wütend und immer noch fassungslos, dass dies der Dank sein soll an Menschen, die gespendet, durch den Alltag geholfen, die Deutsch unterrichtet haben. Und er macht sich Sorgen, wie es nun weitergeht in Ansbach, in Deutschland.

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