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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2016
Schwester Kuh
Was wir den Tieren schulden
Der Inhalt:

Wenn auch Roboter die Rente zahlen

Wenn Computer Arbeitskräfte ersetzen, wird die Finanzierung von Rente, Gesundheit und Pflege schwieriger. Es sei denn, auch für Maschinen werden Beiträge fällig

Steigende Beiträge für die Krankenkassen, erst mit 69 oder 70 in die Rente – solche Forderungen schockieren derzeit die Menschen. Nachdem die Zahl der Beschäftigten einige Jahre lang gestiegen und die Zahl der Arbeitslosen gesunken ist, war es ruhig geworden um die Sozialversicherungen. Doch jetzt wird deutlich: Ihre Strukturprobleme sind geblieben. Und die größte Herausforderung kommt noch: Dann, wenn im Zuge der Digitalisierung der Arbeit immer mehr Beschäftigte durch Roboter und Computer ersetzt werden. Das ist Grund genug, endlich ernsthaft darüber nachzudenken, wie der technische Fortschritt den Sozialstaat mitfinanzieren könnte.

Natürlich geraten Renten-, Pflege und Krankenversicherung auch durch die demografische Entwicklung in Schwierigkeiten. Wenn immer weniger Jüngere immer mehr Älteren und zunehmend mehr sehr Alten gegenüberstehen, dann steigen die Kosten für Pflege, Rente und Gesundheit.

Ganz im Gegensatz zur allgemeinen Meinung ist dies jedoch nicht die entscheidende Ursache für die Krise des Sozialstaates. Denn auch weniger Beschäftigte können eine steigende Wertschöpfung produzieren, wenn sie sehr produktiv sind – und Arbeitslosigkeit vermieden wird.

Eine wichtigere Ursache für die Krise des Sozialstaates ist seine einseitige Finanzierung. Sie erfolgt zum größten Teil aus Beiträgen auf Erwerbsarbeit – vorausgesetzt, die Erwerbstätigen zahlen in die Versicherungen ein. Dazu stützen Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt Renten und Krankenversicherung.

Durch die Technisierung der Wirtschaft nimmt jedoch der Lohnanteil an der Wertschöpfung in den Betrieben ab, die Wertschöpfung durch Maschinen gewinnt an Bedeutung. Da auch auf Gewinne, Zin