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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2016
Schwester Kuh
Was wir den Tieren schulden
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Volker Westerbarkey, Chef der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen, hat eindringlich eine stabile Waffenruhe in Syrien eingefordert. Die Situation in Aleppo sei »wirklich katastrophal«. Die eingeschlossenen Menschen hätten kaum noch Wasser. Es sei unmöglich, Verbandsmaterial und Medikamente in die Stadt zu bringen. Keine Kriegspartei garantiere den Helfern, dass sie unbeschadet ihre Arbeit tun können. Im Gegenteil: Die Menschen fürchten sich vor Krankenhäusern, »weil sie wissen, dass sie dort einer größeren Gefahr ausgesetzt sind, als wenn sie zu Hause bleiben«. Antoine Audo, katholischer Bischof von Aleppo, forderte alle ausländischen Mächte auf, sich zurückzuziehen und die Konfliktparteien nicht ständig aufzurüsten. Eine Lösung könne nur aus Syrien selbst kommen.

Klaus Mertes, Jesuit und Schulleiter in St. Blasien, hat sich öffentlich mit der Gülen-Bewegung solidarisiert. Angesichts der Verfolgungswellen habe er das »dringende Bedürfnis, mich mit meinen Gülen-Freunden in Deutschland zu solidarisieren«, schreibt er in der Zeit. Er habe etliche Gülenisten als sehr interessiert an einem offenen christlich-islamischen Dialog und an Bildungsfragen erlebt. Der Vorwurf, die Gülen-Bewegung wolle die Weltherrschaft erlangen, sei absurd. Vielmehr gebe es einen engen Zusammenhang zwischen Hass und Diktatur: »Diktatur macht Hass. Hass macht Diktatur.«

Corinna Rüffer (Grüne), Kathrin Vogler (Linke), Dagmar Schmidt (SPD) und Hubert Hüppe (CDU) haben sich in einem Appell dagegen gewandt, dass der vorgeburtliche Bluttest auf Trisomie 21 als Kassenleistung angeboten wird. Dieser Test, so argumentieren sie, habe »keinerlei medizinischen Nutzen« und diene nur dazu, das Ungeborene auf Trisomie 21 zu untersuchen. Sie befürchten, dass sich der Druck auf die Mutter, ein perfektes Kind gebären zu müssen, erhöht. Bereits heute entscheidet sich die »überwiegende Zahl der Schwangeren« bei einem positiven Testergebnis für eine Abtreibung. Eltern, die sich gegen den Test oder bewusst für ein behindertes Kind entscheiden, geraten immer mehr unter Rechtfertigungsdruck.

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