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Schönheit, Stille – vielleicht Tod

Johannes Rauchenberger bemüht sich um Brücken zwischen christlicher Religion und zeitgenössischer Kunst
von Ursula Baatz vom 28.08.2015
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Erstens: Gott hat im Abendland eine Bildgeschichte gehabt. Zweitens: Diese Bildgeschichte ist abgelaufen.« Die lapidare Feststellung des Kunsthistorikers Wolfgang Schöne ist dem Theologen Johannes Rauchenberger gehörig in die Glieder gefahren. Christliche Bildsprache findet man heute – abgesehen von Kirchen, die aber kaum mehr neu gebaut werden – noch in Museen und gelegentlich in der Werbung. »Es gibt christliche Restcodierungen vor allem in der Reklame oder im Kitsch. Das heißt aber umgekehrt, das Christentum selbst hat sich mit seinem Vokabular aufgegeben«, analysiert Rauchenberger. Die christliche Bildwelt wird für viele zunehmend unverständlich. Bisweilen sind sogar Geschichten, die die europäische Kultur geprägt haben, jüngeren Kultur- und Kunsthistorikern unbekannt. Für Rauchenberger ein Alarmzeichen: »Wenn eine Religion nicht inspirieren kann, ist sie kulturell tot.«

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