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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2015
Unter die Haut
Sechs Monate mit syrischen Flüchtlingen unter einem Dach
Der Inhalt:

Sachbücher

vom 28.08.2015

Christoph Türcke
Mehr!
Philosophie des Geldes. C. H. Beck. 480 Seiten. 29,95 €

Die Suche nach dem Ursprung des Geldes führt in die Tiefen unserer Urzeit: das kollektiv vollzogene Opfer als »Entschuldungsakt« gegenüber der erspürt wirksamen »Höheren Macht«, die jeder mensch lichen Kontrolle entzogen ist. So entsteht Geld als ein Sakrileg – und ist so von Beginn an bis heute mit Schuld beladen. Auch wenn sich die Opferform gewandelt hat – vom Menschen- zum Tieropfer, vom Tempelschatz zur Münze, der »Wechsel« zum Papier bis zur heutigen digitalen Geldherrschaft –, das Prinzip der Gelderschaffung bleibt die »Reprofanisierung« ursprünglich geheiligter Opfergaben. Der Philosoph Christoph Türcke schafft eine spannende philosophische Abhandlung der Geldgeschichte. Aufschlussreich sind vor allem die beschriebenen Ursprünge des Geldes und die Formübergänge. Auch die (erneute) Aktualität Marxscher Kapitalismuskritik wird gut erschlossen. Die »Zukunft des Geldes« lässt Türcke erfreulich offen und spannt keine »geistigen Rettungsschirme«. Er fordert auf, diesem tief (in uns) sitzenden Geldwesen ernsthaft zu begegnen. Lesens»wert«! Volker Viehoff

Markus Beile
Religion für Nichtschwimmer
Gütersloher Verlagshaus. 192 Seiten. 17,99 €

Der Theologe und Pfarrer Markus Beile stellt hier das elementare religiöse und theologische Wissen so dar, dass aus einem »religiösen Nichtschwimmer« ein in Sachen Religion qualifizierter Schwimmer werden kann. Dabei gelingt es ihm, sein theologisches Anliegen sachlich, undogmatisch und didaktisch klug vorzutragen. Beiles These lautet: Transzendenzerfahrungen sind Gotteserfahrungen beziehungsweise können als Gotteserfahrungen gedeutet werden. Sie artikulieren sich in einer Zeichensprache, die wie alle Sprachspiele (Ludwig Wittgenstein) von ihrem Gebrauch her zu verstehen sind. Dies macht den Reiz von Beiles Buch für den interessierten »Skeptiker ohne großes Vorwissen« aus. Wer es aufmerksam liest, muss sich stets selbstkritisch hinterfragen, ob er sich noch am Ufer oder schon im Wasser theologischen Wissens tummelt. Überhaupt: Die assoziative Stärke des Titels zusammen mit zahlreichen anschaulichen Formulierungen machen deutlich, dass der Autor selbst auch seine Freude an metaphorischer Sprache hat. Der G

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