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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2015
Unter die Haut
Sechs Monate mit syrischen Flüchtlingen unter einem Dach
Der Inhalt:

Stichwort: Macht das Gehirn die Seele?

von Norbert Copray vom 28.08.2015
Der Streit um die Hirnforschung

Thomas Fuchs
Leib, Geist und Kultur
Die Wahrnehmung des Menschen in Zeiten der Neurobiologie. Herrenalber Forum 76. 84 Seiten. 9 €

Gerhard Roth/Nicole Strüber
Wie das Gehirn die Seele macht
Klett-Cotta. 424 Seiten. 22,95 €

Stanislas Dehaene
Denken
Wie das Gehirn das Bewusstsein schafft. Knaus. 476 Seiten. 24,99 €

Dick Swaab
Wir sind unser Gehirn
Wie wir denken, leiden und lieben. Knaur 78513.
512 Seiten. 12,99 €

Hans Goller
Wohnt Gott im Gehirn?
Warum die Neurowissenschaften die Religion nicht erklären. Butzon & Bercker. 296 Seiten. 24,95 €

Werner Tiki Küstenmacher
Limbi
Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn. Campus. 382 Seiten. 22 €

Die Kritik des renommierten Psychiatrie- und Philosophieprofessors Thomas Fuchs ist heftig und eindeutig: »Geradezu mit Eifer machen sich prominente Neurowissenschaftler daran, Seele, Geist und Selbst als idealistische Gespenster endgültig aus der Welt zu verbannen.« Im preisgekrönten Vortrag »Das Gehirn – Erbe der Seele?« zeigt der Lehrstuhlinhaber der Göttinger Karl-Jaspers-Professur die Motive der »reduktionistischen Umdeutung« im Stil der »Nichts weiter als …«-Tradition auf. Klar markiert er seine Position: »Nur verbunden mit einem lebendigen Organismus, und nur in ständigem Austausch mit seiner sozialen und kulturellen Umwelt, in der es (das Gehirn) heranreift, wird es zum Träger des Geistes« (vergleiche »Stichwort« in Publik-Forum 14/2014). Wer Subjekt, Seele, Geist in physikalischen Prozessen verdinglicht, schafft nur Götzenbilder des Lebendigen.

Damit steht Fuchs in Konfrontation mit dem Philosophen und Neurobiologen Gerhard Roth, der sich in seinem Buch »Wie das Gehirn die Seele macht« zusammen mit Nicole Strüber ausdrücklich zu einer »›naturalistischen‹ Sicht des Seelischen« bekennt. Genau diese Sichtweise kritisiert Fuchs als Reduktionismus, »dem zufolge sich Psyche und Geist in das Naturgeschehen einfügen und dieses nicht transzendieren«.

Gleichwohl kann man aus Roths Buch sehr viel über den aktuell

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