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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2014
Frieden schaffen – mit Gewalt?
Der Inhalt:

Iris Brunar: Warum darf die Elbe nicht Fluss sein?

von Annette Lübbers vom 29.08.2014

Jahrelang arbeitete die Designerin Iris Brunar für die Modebranche – bis sie nach Dessau an die Elbe zog. »Ich wollte mich einfach nicht mehr damit beschäftigen, den Konsum anzuheizen«, sagt sie heute. Im Dezember 2001 geht sie zur Gründungsveranstaltung der Bürgerinitiative »Pro Elbe«. Sie wird Pressesprecherin der Initiative. Ein unbezahlter Job. Aber einer, der ihr Spaß macht. Die damals 36-Jährige lebt sparsam, hält sich mit Nebenjobs über Wasser – und begibt sich auf eine »Ochsentour«. »Ich hatte ja von nichts eine Ahnung: Schifffahrt, Hochwasserschutz, Niedrigwasser, Eisgang, Ökologie, Lebensräume von Tieren – in alles musste ich mich einarbeiten.« Iris Brunar beginnt Unmengen von Fachliteratur zu lesen und sich mit Experten auszutauschen. Sie recherchiert Hintergründe und wertet Daten aus, organisiert Veranstaltungen, sucht Multiplikatoren und Unterstützer, informiert die Bürgerinnen und Bürger, macht Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. »Es ergibt einfach keinen Sinn, daran zu arbeiten, die Elbe als Wasserstraße zu optimieren. Es gibt immer weniger Schifffahrt auf der Elbe. Stattdessen sollten wir die Landschaften und die Tierwelt erhalten, den natürlichen Hochwasserschutz wiederherstellen und den Fluss Fluss sein lassen«, sagt Iris Brunar. Verglichen mit den Fachleuten, mit denen sie zusammenarbeitet, hat sie als Quereinsteigerin sogar Vorteile: »Ich nutze die Daten aus vielen Fachbereichen, und deshalb kann ich leicht Querverbindungen ziehen und die Dinge aus unterschied lichen Blickwinkeln betrachten.«

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