Orden sollen nicht so kapitalistisch sein
Katholische Orden sollen sich nach dem Willen des Vatikans künftig stärker an der kirchlichen Soziallehre orientieren und kapitalistische Auswüchse in ihrer Güterverwaltung vermeiden. Das geht aus den neuen Richtlinien hervor, die kürzlich von der vatikanischen Ordenskongregation veröffentlicht wurden. Sie fordern die Orden zu einem transparenten Finanzgebaren sowie zu nachhaltigem Wirtschaften auf. Dazu gibt es detaillierte Vorgaben. Die Prinzipien der Unentgeltlichkeit, der Brüderlichkeit und der Gerechtigkeit bildeten die Grundlage für eine evangeliumsgemäße Wirtschaft im Dienst der Gemeinschaft, scheibt Kardinal João Braz de Aviz als Präfekt der Kongregation. Das Dokument sieht vor, dass jeder Orden Haushaltspläne nach internationalen Standards erstellt und von auswärtigen Fachleuten prüfen lässt. Andernfalls könne die Ordenskongrega tion ihre Zustimmung zu Finanztrans aktionen verweigern. Für größere Projekte müssen Kostenvoranschläge erstellt und wirksame Kontrollmechanismen eingeführt werden.
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