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Mehr Licht in die Dunkelzone

von Henning Mielke vom 30.08.2002
Kinder aus Suchtfamilien werden oft selbst süchtig. Das soll sich jetzt ändern - mit staatlicher Hilfe
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Durch Alkoholismus werden die Leute schon ein bisschen aggressiv«, sagt die 16-jährige Jenny mit unbewegter Stimme. Sie lebte jahrelang mit ihrer alkoholkranken Mutter zusammen. »In denen wühlt irgendwas. Meine Mutter und ihr Lebensgefährte haben sich oft gestritten, und dann ist mal der Spiegel kaputtgegangen, oder meine Oma musste kommen.« Obwohl Jenny schon seit zehn Jahren nicht mehr bei ihrer Mutter lebt, holen die traumatischen Kindheitserinnerungen sie immer wieder ein. »So mit acht Jahren, da weiß man ja, was los ist. In mir kommt es immer wieder hoch, und das ist nicht schön.«

Kinder aus Suchtfamilien schleppen die Last ihrer Kindheit wie einen Rucksack mit sich herum. Um mit der Unberechenbarkeit der süchtigen Eltern klarzukommen, mauern sie sich schon früh emotional ein: Fühle nicht! Traue nicht deiner Wahrnehmung

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