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Aral tanken - für den Krieg?

von Claudia Mende vom 25.08.2000
Firmenfusion mit ungeahnten Folgen: Ölmultis verschärfen den Konflikt im Sudan
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Neue Fusionsgerüchte auf dem Energiemarkt lassen aufhorchen: Der österreichische Mineralölkonzern OMV soll die 2800 weiß-blauen Aral-Tankstellen in Europa übernehmen und mit dem neuen deutschen Energieriesen E.on (Veba und Viag) fusionieren. Die Brisanz an der Meldung: Das frühere Staatsunternehmen Österreichische Mineralölverwaltung (OMV AG) steckt im Ölgeschäft mit dem Sudan. Kommt es zu der geplanten Übernahme, dann fließt über kurz oder lang Benzin aus sudanesischem Erdöl aus den Zapfsäulen der Veba-Tochter Aral. Mit jeder Aral-Tankfüllung würde Krieg im Sudan mitfinanziert.

Seit September 1999 zählt das Land mit dem längsten Bürgerkrieg Afrikas zu den Erdöl exportierenden Ländern. Der Einsatz internationaler Ölmultis heizt seitdem den Konflikt zwischen der arabischen Regierung im Norden und afrikanischen Rebellen im Süde