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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2020
Wem gehört Jesus?
Christen und Juden streiten um den Mann aus Nazareth
Der Inhalt:

Liebe Leserin, lieber Leser,

vom 14.08.2020
Editorial:

es gibt Fragen, die von so grundsätzlicher Natur sind, dass sie immer wiederkehren. Obwohl sie so wichtig sind – oder gerade deshalb – sind sie nie letztgültig zu beantworten. Eine davon lautet: Wer war Jesus? Wem gehört er? Der Rabbiner Walter Homolka beschreibt in einem Essay, wie Jesus im Judentum an Interesse gewinnt und wie er heute – von Teilen des Judentums – gesehen wird. Er fordert eine Korrektur der kirchlichen Lehre von Christus (Seite 28). Dazu haben Michael Schrom und Viola Rüdele ein Streitgespräch organisiert zwischen dem evangelischen Theologen Notger Slenczka und dem Jesuiten und Judaisten Christian Rutishauser. Sie diskutieren sehr kontrovers darüber, was Christen und Juden trennt, und welche Bedeutung das Alte Testament für Christen hat (Seite 30).

Eine im wahrsten Sinne lebenswichtige Frage hat uns beschäftigt, auf die es auch nie die ein für alle Mal gültige Antwort geben wird: Wann ist ärztliche Sterbehilfe legitim und wann ist Beihilfe zur Selbsttötung nicht erlaubt? Der Palliativmediziner Matthias Thöns hat im Februar vor dem Bundesverfassungsgericht ein Urteil in seinem Sinne erstritten. Nun erklärt er, unter welchen Umständen jemand das Recht und die Freiheit haben sollte, Hilfe bei Dritten zu suchen, wenn er seinem Leben ein Ende setzen will (Seite 24). In der nächsten Ausgabe wird der Palliativmediziner Thomas Sitte erklären, warum er das Urteil der Richter für falsch hält.

Einfache Antworten bieten derzeit Demonstranten gegen den Corona-Schutz. Anne Strotmann ordnet das Phänomen im Hauptkommentar ein (Seite 10): Das Thema hat zwar großes Aufregerpotenzial, aber nicht die historische oder existenzielle Tragweite der oben genannten. Von sehr großer Tragweite ist hingegen eine Frage, die seit Corona etwas in den Hintergrund getreten ist: Schaffen wir die Energiewende, wo doch die Zeit extrem knapp wird? Barbara Tambour hat dazu den Klimaaktivisten Volker Quaschning befragt (Seite 12). Und Ulrike Scheffer hat sich in Frankreich umgesehen, einem Land, das möglicherweise zum Vorbild einer fortschrittlichen Klimapolitik werden könnte (Seite 16).

Ich wünsche Ihnen viel Gewinn beim Lesen und Fragen, auch wenn manche Antwort – naturgemäß – vorläufig bleibt.

In memoriam: Wir gedenken und danken Elke Habicht, seit dreißig Jahren Korrektorin und Lektorin bei Publik-Forum, für ihre hervorragende A

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