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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2018
Himmlische Klänge
Musik als spirituelle Kraft der Religionen
Der Inhalt:

Streitfragen zur Zukunft Mit Gott Staat machen?

Leserstimmen Der Verfassungsrechtler Horst Dreier sagt: »Das geht nicht mehr.« Wolfgang Thierse widerspricht. Jetzt haben die Leserinnen und Leser das Wort

Mit Gott Staat machen? Das Grundgesetz jedenfalls tut es. »Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, …« beginnt die Präambel. Unsere Verfassung nimmt Bezug auf Gott – noch bevor sie Bezug auf den Menschen nimmt. Damit sollte 1949 der Bruch mit der recht- und bindungslosen Epoche des Nationalsozialismus markiert werden. Der Mensch ist eben nicht das Maß aller Dinge. Noch bei der Verfassungsreform 1993/94 im Zusammenhang mit der Einigung ist der Gottesbezug unangetastet geblieben, obwohl die Präambel in großem Umfang verändert wurde. Dass ein Rechtsphilosoph und ein früherer Bundestagspräsident sich damit nicht auseinandersetzen, ist mir unverständlich. Hans-Lorenz Lassen, Braunschweig

Die freiheitliche Gesellschaft ist fundamental darauf angewiesen, dass es in ihr verbindende Normen, gemeinsame Maßstäbe und eine Vorstellung von Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit, Menschenwürde und Toleranz gibt. Doch diese Gemeinsamkeiten entstehen nicht von allein. Sie werden von Weltanschauungsgemeinschaften wie den Religionen tradiert und lebendig erhalten. Paul Haverkamp, Publik-Forum online

In der DDR war die evangelische Kirche eine Hochburg der unzufriedenen und benachteiligten Bürgerinnen und Bürger. Aus den Kirchen heraus begannen 1989 die ersten Demonstrationen. Heute vermisse ich die öffentliche Position der Kirchen mit Blick auf die Schwachen, Betrogenen und Entrechteten. Politiker senken immer wieder die Steuern für Reiche und schwächen den Sozialstaat. Sie scheuen sich vor e