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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2018
Himmlische Klänge
Musik als spirituelle Kraft der Religionen
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist Sommer! In dieser Zeit genieße ich es, Urlaub zu machen, in die Natur zu gehen. Doch in diesem Jahr erlebe ich die Grenzen, die die Natur mir setzt. Es ist überdurchschnittlich heiß, nur selten fällt Regen. Viele Menschen leiden darunter – auch ich. Was können wir tun, um die Erderhitzung aufzuhalten? Die Natur gibt uns das Signal: Eure Lebensressourcen sind endlich. Nehmt eure Grenzen wahr!

Andere Grenzen sind dafür da, überwunden zu werden. Zum Beispiel die zwischen Menschen und Religionen. Elisa Rheinheimer-Chabbi hat die Grenzenlosigkeit der Musik erlebt. In ihrem Artikel »Himmlische Klänge« (Seite 42) geht sie der Frage nach, wie Töne den Weg zu Gott ebnen – und wie es möglich wird, dass Juden, Christen und Muslime ihn gemeinsam gehen. Inspiriert hat sie ein Erlebnis während des Katholikentags in Leipzig. 2016 sah und hörte sie das interreligiöse Ensemble Trimum in einer Messehalle. »Es war mein persönlicher Gänsehautmoment«, sagt sie. Doch Gott und die Musik haben es schwer im Konkurrenzkampf der Aktualitäten einer Redaktion. Daher hat es vom Gänsehautmoment bis zum Artikel zwei Jahre gedauert. Das Ergebnis: lesenswert!

Mit Grenzen hat man es im politischen Alltag ständig zu tun. Dort sind sie nicht selten ein Grund zur Auflehnung. Axel Noack erzählt, wie der Prager Frühling im Jahr 1968 die Bürgerinnen und Bürger der DDR inspirierte, aus dem »realexistierenden Sozialismus« einen »verbesserlichen Sozialismus» zu machen (Seite 12). Die Grenzen des Denkens und Handelns schienen aufgehoben zu sein. Und dann: die große Enttäuschung … Ähnlich enttäuscht – und doch kämpferisch – reagiert aktuell auch ein 93-Jähriger in Nic